Benefiz-Konzert: Rotarier kämpfen gegen die Kinderlähmung

DORSTEN Zwar hat es im vergangenen Jahr weltweit nur noch 1600 Fälle von Kinderlähmung gegeben, doch das sind nach Ansicht der Rotarier immer noch 1600 Fälle zu viel. Sie wollen die Krankheit gänzlich ausrotten. Um das Geld aufbringen zu können, finden überall auf der Welt Benefizaktionen statt - auch in Dorsten.

von Von Michael Klein

, 30.03.2009, 16:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Benefiz-Konzert: Rotarier kämpfen gegen die Kinderlähmung

Die Rotarier Hans-Jakob Gerlings, Karl Bergmann und Johannes Becker (v.l.) organisieren das Benefizkonzert.

Die 85. Marktmusik am Samstag, 18. April, um 11.30 Uhr in der St. Agatha-Kirche wird deshalb ganz im Zeichen des Kampfes gegen die Kinderlähmung stehen.

Kantor Hans-Jakob Gerlings, selbst im Vorstand des Rotary Clubs Dorsten vertreten, spielt dann auf der großen Breil-Orgel Werke von Johann Sebastian Bach, Jean Kanglais, Girolamo Frascobaldi und Nicolas Jacques Lemmens. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten. "Um die 120 Zuhörer", sind nach Angaben von Hans-Jakob Gerlings normalerweise bei der Markt-Musik dabei. Er hofft, dass beim Benefizkonzert die Kirche so richtig voll wird.

Die Polio-Fälle vom vergangenen Jahr sind in Ländern wie Nigeria, Pakistan oder Afghanistan aufgetreten. "Die Krankheit kann sich aber rasend schnell verbreiten", sagt Karl Bergmann, Vorsitzender des Rotary-Clubs Dorsten. Zwar ist bereits 1992 der letzte Fall in Deutschland aufgetreten. Aber: 70 000 Menschen hier leiden unter dem so genannte "Post-Polio-Problem".

60 Cent pro Impfung

Auch die Dorstener Rotarier haben bereits ihr Scherflein dazu beigetragen, dass möglichst viele Kinder geimpft werden. "Intern haben wir 2500 Euro gespendet, die Summe wurde durch Zuwendungen von Externen auf 5000 Euro verdoppelt", erklärt Clubmeister Johannes Becker. "Bei 60 Cent pro Schluckimpfung kommt da eine Menge zusammen."

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