Benno Höning kritisiert Kaminbesitzer in Barkenberg

"Stadt der tausend Feuer"

Benno Höning stinkt es gewaltig. 1974 ist er an die Barkenberger Allee gezogen, unter anderem "wegen der Aussicht auf gesunde Luft". Jetzt würden überall die Kamine qualmen, kritisiert Höning. Der Barkenberger hofft auf die Rücksicht der Nachbarn.

WULFEN

von Von Berthold Fehmer

, 12.11.2012, 14:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

Problematisch sei vor allem die windarme Jahreszeit, in der sich der Rauch niederschlage und das Atmen zur Qual mache. „Das Lüften bei geöffneten Fenstern ist nahezu unmöglich.“ Höning ist klar, dass der Betrieb der Kamine rechtlich nicht zu beanstanden ist. Aber er fragt sich, „wo die nachbarschaftliche Rücksichtnahme bleibt.“ Wilfried Jacobs, Schornsteinfegermeister aus Reken, der für den Bezirk in Wulfen-Barkenberg zuständig ist, kann zur Entwicklung im Stadtteil nur wenig sagen. „Ich bin erst seit dem 1. Januar in Wulfen aktiv.“ Dass der Trend zum eigenen Kamin gehe, hänge mit den Heizkosten zusammen. „Die meisten sparen mit einem eigenen Ofen.“

Jacobs achte natürlich darauf, dass die Kaminbesitzer die rechtlichen Rahmenbedingungen einhielten, gebe etwa Hinweise zur korrekten Sauerstoffzufuhr oder zur Ablagerung des Holzes. „Jetzt alle Kaminbesitzer als schwarze Schafe zu sehen – so weit würde ich nicht gehen.“ Vorstellen kann sich Jacobs, dass das Rauchproblem auch vielleicht eher in den Abendstunden oder am Wochenende auftrete. „Und dann ist es auch von der subjektiven Einschätzung abhängig. Manche fühlen sich schon gestört, wenn der Ofen zwei mal in der Woche angeworfen wird. Anderen macht es nichts, wenn es fünf mal in der Woche passiert.“

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