Eine Menge Dachflächen hat das Paul-Spiegel-Berufskolleg - sie sollen in den nächsten Jahren mit Photovoltaik-Anlagen bestückt werden. © Geonetzwerk Metropole Ruhr
Klimaschutz

Berufskolleg Dorsten bekommt 1600 Quadratmeter Solaranlagen aufs Dach

Bis 2023 will die Kreis Recklinghausen auf den Dächern seiner Berufskollegs Solaranlagen installieren. Am Paul-Spiegel-Berufskolleg in Dorsten sollen rund 380.000 Euro verbaut werden.

Mit dem „Vestischen Klimapakt“ will der Kreis Recklinghausen in den kommenden Jahren erhebliche finanzielle Investitionen in den Klimaschutz stecken. Weil mithilfe der Solarenergie erhebliche CO2-Ersparnisse zu erzielen sind, will die Kreisverwaltung deshalb auf allen eigenen und angemieteten Gebäuden Photovoltaik-Anlagen zur Stromversorgung installieren – auch in Dorsten.

In einem ersten Schritt sind die Liegenschaften an der Reihe, die den größten Stromverbrauch haben. Dies beschloss der Kreistag jetzt einstimmig. Zu diesen Immobilien gehören neben dem Kreishaus in Recklinghausen die sieben Berufskollegs, darunter das Paul-Spiegel-Berufskolleg in Dorsten an der Halterner Straße.

Zunächst werden an Berufskollegs in Recklinghausen und Haltern die Vorgehensweisen für alle weiteren Anlagen erprobt. Anschließend werden die übrigen Berufskollegs und das Kreishaus begutachtet, 120.000 Euro gab der Kreistag dafür frei. Ab 2021 sollen dann die Solaranlagen errichtet werden. „Das Paul-Spiegel-Berufskolleg ist im Jahr 2022 an der Reihe“, so die Pressestelle des Kreises auf Anfrage.

Kosten: 380.000 Euro

Bis 2023 soll die Phase 1 mit Berufskollegs und Kreishaus abgeschlossen sein. Insgesamt sollen für den Einbau der Photovoltaik-Anlagen rund 2,4 Millionen Euro in die Hand genommen werden. Auf das Berufskolleg in Dorsten würden davon rund 380.000 Euro entfallen.

Auch das kreiseigene Studieninstitut für kommunale Verwaltung Emscher-Lippe am Alten Postweg in Dorsten soll in ein paar Jahren Sonnenkollektoren bekommen.
Auch das kreiseigene Studieninstitut für kommunale Verwaltung Emscher-Lippe am Alten Postweg in Dorsten soll in ein paar Jahren Sonnenkollektoren bekommen. © Privat © Privat

Das Paul-Spiegel-Berufskolleg, das wie fast alle Immobilien des Kreises bislang keine Solaranlagen aufwiest, hat Dachflächen in einer Größe von 4000 Quadratmetern. Sie könnten laut Berechnung des Kreises auf 1576 Quadratmetern Netto-Fläche mit Solar-Paneelen bestückt werden.

CO2-Ersparnis: 500 Tonnen

Die Gesamtdachfläche an allen Immobilien von Schritt 1 beträgt 60.000 Quadratmeter. Damit ließen sich 1,25 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr produzieren, die CO2-Ersparnis würde rund 500 Tonnen pro Jahr betragen. Es sei damit zu rechnen, das sich die Anlagen nach 10 bis 15 Jahren amortisieren.

In weiteren Schritten sollen ab 2023 die kleineren Liegenschaften und die Mietobjekte des Kreises betrachtet werden. „Diese bieten verhältnismäßig wenig Dachflächen, die für die Installation von Solaranlagen in Frage kommen und müssen deshalb einzeln betrachtet werden“, so der Kreis.

Studieninstitut am Alten Postweg

Insgesamt umfasst das Liegenschafts-Portfolio des Kreises 183 Objekte mit 250.000 Quadratmetern Grundstücksfläche, 200.000 Quadratmeter sind Eigentum, der Rest angemietet. In Dorsten besitzt der Kreis das „Studieninstitut für kommunale Verwaltung Emscher-Lippe“ am Alten Postweg, angemietet sind das Gesundheitsamt am Hülskampsweg sowie die Job-Akademie in der Marienstraße.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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