Kriminalität

Betrug an Senioren: Festnahmen und Hausdurchsuchungen in Dorsten

Die Polizei hat einen Mann und eine Frau aus Dorsten festgenommen und mehrere Häuser in der Stadt durchsucht. Es geht um Betrügereien an Senioren.
Zwei Personen aus Dorsten wurden festgenommen. Sie sollen als falsche Polizisten ältere Menschen abgezockt haben. © Friso Gentsch

Ermittlungserfolg im Kampf gegen eine bundesweit agierende Betrügerbande: Die Polizei hat einen 20-Jährigen und eine 31-Jährige aus Dorsten festgenommen. Ihnen wird gewerbsmäßiger Bandenbetrug in vier bzw. elf Fällen vorgeworfen. Zwei der Taten erfolgten in Dorsten und in Haltern am See. Weitere fanden unter anderem in Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen statt. Der entstandene Schaden wird auf rund 96.000 Euro beziffert.

Im Zuge der Festnahmen durchsuchten die Ermittler am Donnerstag außerdem drei Wohnungen in Dorsten. Dabei seien weitere Beweismittel gefunden worden, heißt in einer Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft. Die Ermittler stellten außerdem zwei Autos sicher mit dem Ziel der Vermögensabschöpfung, sollte es zu Verurteilungen kommen.

Verdeckte Ermittlungen seit Februar

Seit Februar 2021 ermittelt die Polizei verdeckt gegen die bundesweit agierende Gruppe. Die Bande soll vor allem ältere Personen abgezockt haben. Ihre Masche: Sie geben sich am Telefon als Polizisten aus und behaupten, nach einem Einbruch Personen festgenommen zu haben. Diese würden Zettel mit sich führen, auf denen Name und Adresse der Angerufenen stehen.

Die falschen Polizisten gaben dann vor, bei der Eigentumssicherung zu helfen und fragten nach Bankkarten und PIN, Bargeld, Schmuck und anderen Wertgegenständen. Ein vermeintlicher Polizeibeamter würde die Wertsachen abholen. Wenig später erfolgten Geldabhebungen, entsprechende Einzahlungen und Überweisungen ins Ausland.

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