Blutspenden dringend benötig: Spender in Dorsten bekommen zum Dank Desinfektionsmittel

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In der Sparkasse Vest (Dienstag) und der Realschule St. Ursula (Donnerstag) finden in dieser Woche jeweils von 15 bis 20 Uhr Blutspendetermine statt. Corona-Vorkehrungen werden getroffen.

Dorsten

, 16.03.2020, 19:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Angst vor dem Coronavirus wirkt sich auch auf die Bereitschaft zur Blutspende aus. Das Universitätsklinikum Bonn etwa verzeichnete nach eigenen Angaben in der Zeit nach Karneval einen Rückgang um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Ganz so dramatisch ist die Lage in Dorsten noch nicht. Vergangene Woche - als die Corona-Situation allerdings auch noch eine andere war - kamen rund 80 Personen zum Blutspendetermin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Altendorf-Ulfkotte. Gerechnet habe man mit 60 Spendern, sagt Friedhelm Koch, Geschäftsführer der DRK-Stadtverbands Dorsten.

Bestände an Blutkonserven gehen zurück

Dennoch würden die Bestände insgesamt zurückgehen, so Koch. Blutspenden werden aber auch in Zeiten grassierender Erkältungen, der Grippewelle und eben des Coronavirus‘ zwingend benötigt - auch wenn zurzeit in den Kliniken viele Operationen verschoben werden.

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In dieser Woche stehen in Dorsten zwei Blutspendetermine an: Dienstag (17. März) in der Sparkasse Vest, Julius-Ambrunn-Straße 2, und Donnerstag (19. März), in der Realschule St. Ursula, Nonnenkamp 14 - jeweils von 15 bis 20 Uhr.

Für die Übertragbarkeit des Coronavirus‘ durch Blut gibt es nach Angaben des DRK keine gesicherten Hinweise. An der Sicherheit der Präparate ändert sich durch Covid-19 also nichts. Und die Hygienevorschriften bei Spendeterminen sind ohnehin stets hoch.

Temperaturmessung jetzt gleich zu Beginn

Ein paar Vorsichtsmaßnahmen trifft der Blutspendedienst dennoch: Der Platz für die Temperaturmessung liegt jetzt außerhalb des Arztraumes und die Messung findet zum frühestmöglichen Zeitpunkt statt. „Und wir versuchen natürlich, das Ganze etwas zu entzerren und die Spender darauf aufmerksam zu machen, Abstand zu halten“, sagt Claudia Müller, Sprecherin des DRK-Blutspendedienstes West.

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Menschen mit Symptomen einer Erkältung oder grippalen Infekten sowie Personen, die zuletzt ein vom Coronavirus befallenes Risikogebiet bereist haben, sollten sich erst gar nicht auf den Weg zur Blutspende machen.

Desinfektionsmittel zum Dank

Wie immer bekommen alle Spender ein kleines Dankeschön. Und das aktuelle ist gefragter denn je: „Jeder Spender bekommt ein kleines Fläschchen Desinfektionsmittel“, sagt Friedhelm Koch. Bestellt wurden die schon vor Monaten, als das Coronavirus noch kein Thema war. Im Normalbetrieb komme man schon fast an die Grenze mit den eigenen Beständen so Koch.

Der Geschäftsführer des Stadtverbands betont auch nochmal, dass das DRK dringend Helfer sucht - nicht nur für die Blutspendetermine und nicht nur in Zeiten des Coronavirus. Kontakt: info@drk-dorsten.de, Tel. (02362) 65897

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