Alexander Höll, Betriebsleiter der Stiftsquelle, spendete nicht nur Wasser, sondern auch Blut. © Lydia Heuser
Blutspende

Blutspendetermin in Realschule vor Weihnachten: Anmeldung digital

Blutspenden sind trotz hoher Inzidenzwerte erlaubt. In Altendorf-Ulfkotte spendeten am Donnerstag (10.12.) knapp 100 Menschen. Das DRK sorgt für Sicherheit und hat dafür einiges verändert.

Das Deutsche Rote Kreuz ruft zu Blutspenden auf. „Auch in Zeiten der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens sind viele Patienten dringend auf Bluttransfusionen angewiesen. Deshalb sind Blutspendetermine in den Corona-Schutzverordnungen ausdrücklich von den Versammlungs- und Veranstaltungsverboten ausgenommen“, heißt es in einer Pressmitteilung des DRK-Blutspendedienstes West. Der Appell an die Bevölkerung sei deutlich: Spendet Blut!

Eine Blutspende in Corona-Zeiten läuft anders ab als gewohnt

Schon vergangenen Donnerstag (10.12.) nahmen sich 91 Dorstener, darunter 10 Erstspender, die Aufforderung zu Herzen und kamen zur Grundschule in Altendorf-Ulfkotte. Um die Abstandsregeln zu wahren, setzen die Initiatoren um Eva Rzepucha und Friedhelm Koch auf Voranmeldungen.

Friedhelm Koch, Alexander Höll, Eva Rzepucha und Michael Bernd (1. Vorsitzender des DRK Dorsten) bereiteten gemeinsam alles für den Blutspendetermin in der Grundschule in Altendorf-Ulfkotte vor.
Friedhelm Koch, Alexander Höll, Eva Rzepucha und Michael Bernd (1. Vorsitzender des DRK Dorsten) bereiteten gemeinsam alles für den Blutspendetermin in der Grundschule in Altendorf-Ulfkotte vor. © Lydia Heuser © Lydia Heuser

Ein Einbahnstraßensystem und Termine im 15-Minuten-Takt sorgten für einen reibungslosen Ablauf. „Dort, wo wir vor Corona den Imbiss nach der Spende angeboten haben, werden heute die Arztgespräche geführt“, erklärt Pressereferent Markus Schmid. Denn das Beisammensein nach der Spende ist durch das Hygienekonzept nicht möglich. Stattdessen setzen Eva Rzepucha und ihr ehrenamtlichen Helfer auf Lunch-Pakete.

Als Dankeschön gibt es Lunch-Pakete

Neben Marzipan, Schokonikolaus und Multi-Funktionstuch erhalten die Spender als Dankeschön auch ein Trinkpäckchen Wasser, das die Stiftsquelle gestiftet hat. Der Betriebsleiter Alexander Höll nutzte die Gelegenheit und gab nicht nur 1260 Portionen Wasser beim DRK ab, sondern auch gleich einen halben Liter Blut.

Die Ruheliegen sind mit genügend Abstand aufgebaut. Hier können sich die Blutspender erholen.
Die Ruheliegen sind mit genügend Abstand aufgebaut. Hier können sich die Blutspender erholen. © Lydia Heuser © Lydia Heuser

„Zuletzt habe ich bei der Bundeswehr gespendet“, erzählt er auf dem Weg zur Anmeldung. Beim DRK wird er als Erstspender geführt.

Neben den üblichen Formalia, Blutdruck-Kontrolle und HB-Wert-Messung, wird auch der Gesundheitszustand abgefragt und die Temperatur gemessen. Bei Alexander Höll ist alles in Ordnung, „nur leicht erhöhter Blutdruck“.

Kürzere Wartezeiten

Dank der guten Planung müssen die Spender keine langen Wartezeiten in Kauf nehmen. Das sei vor Corona und der elektronischen Anmeldung anders gewesen, erinnert sich Markus Schmid. „Der Großteil kam gleich zu Beginn, um schnell dran zu sein. Zwischendrin war dann kaum was los.“

Sieben Spenden gleichzeitig können abgenommen werden. „Das dauert im Schnitt fünf bis sechs Minuten“, so Markus Schmid. Danach geht es auf die gegenüber aufgestellten Liegen, um auszuruhen.

Am Ausgang, am andere Ende des Foyers, können sich die Spender dann das Dankeschön mitnehmen.

Hier können Sie sich anmelden

Über die kostenlose Blutspende-App, das Terminreservierungssystem oder die Website spenderservice.de können Termine gebucht werden. Die nächste Blutspende findet am Donnerstag (17.12.) von 15 bis 20 Uhr in der St. Ursula Realschule statt.

Über die Autorin
Volontärin
Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land, fürs Studium ins Rheinland gezogen und schließlich das Ruhrgebiet lieben gelernt. Meine ersten journalistischen Schritte ging ich beim Remscheider General-Anzeiger als junge Studentin. Meine Wahlheimat Ruhrgebiet habe ich als freie Mitarbeiterin der WAZ schätzen gelernt. Das Ruhrgebiet erkunde ich am liebsten mit dem Rennrad oder als Reporterin.
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