Brauturm in Wulfen wurde verkauft

Besitzer-Wechsel

Das Einkaufszentrum Brauturm in Wulfen wechselt den Besitzer: Die Mitte Oktober gegründete BelMo Dorsten GmbH übernimmt den Brauturm im Paket mit insgesamt 14 Immobilien (unter anderem in Burscheid, Herten oder Herne) von einem insolventen niederländischen Fonds. "Über den Kaufpreis wurde Geheimhaltung vereinbart", sagt BelMo-Geschäftsführer Klaus Neumann.

Wulfen

von Von Berthold Fehmer

, 07.11.2013, 18:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die neuen Investoren planen eine Wiederbelebung des Platzes am Wulfener Brauturm.

Die neuen Investoren planen eine Wiederbelebung des Platzes am Wulfener Brauturm.

2005 wurde das Geschäftszentrum, auch "Neue Mitte Wulfen" genannt, auf dem Gelände der ehemaligen Rose-Brauerei eröffnet. Aufgrund von Finanzierungsschwierigkeiten übernahm die Wirtschaftsförderung Windor den Brauturm kurz vor Fertigstellung von Bauunternehmer Heinz Diekert. Mit dem Verkauf an die britische Investorengruppe "Deutsche Land" und später an "Dinu Patriciu Global Properties" ging es am Brauturm nur in eine Richtung: abwärts.Drei Geschäftsführer Das soll nun anders werden: Neumann sowie Jürgen Kramp und Heribert Wicken sind die drei Geschäftsführer der BelMo Dorsten, eine separate Objektgesellschaft und 100-prozentige Tochter der BelMo Invest aus Monheim. Nicht aktiv im Geschäft ist Kapitalgeber Wolfgang Braun. "Wir sind vier Partner aus dem Großraum Düsseldorf, keine Heuschrecken", so Neumann.

Vor drei Wochen wurde der Kauf beschlossen. Bis Ende des Jahres könnte der Kaufvertrag abgewickelt sein, sagt Neumann. "Wir wollen das Objekt entwickeln und optimieren, das in den letzten anderthalb Jahren nicht optimal verwaltet wurde", kündigt er an, vor allem das Thema Leerstände anzugehen.

Man spreche bereits mit Gastronomen, wolle aber auch Kontakt zu Bürgermeister Lambert Lütkenhorst und zur Wirtschaftsförderung Windor aufnehmen, so Neumann. Windor-Prokurist Günter Aleff kündigte im Gespräch mit unserer Zeitung an, bei der Reduzierung der Leerstände gern mithelfen zu wollen. Bauunternehmer Heinz Diekert haben die Investoren ebenfalls für das Projekt gewonnen. "Er kennt die Mängel vor Ort", sagt Klaus Neumann.Tannenbaum für den Platz am Brauturm Noch im Dezember soll ein Tannenbaum auf dem derzeit eher trostlosen Platz am Brauturm aufgestellt werden, kündigt Neumann an. Noch einen Adventsmarkt in diesem Jahr dort zu organisieren, werde man wohl nicht mehr schaffen. Ein gutes Zeichen sei, dass der Rewe-Markt seinen Vertrag um zehn Jahre verlängert habe und auch der Lidl-Markt noch mindestens 6,5 Jahre bleibe. Wie diese habe man ein langfristiges Interesse am Brauturm, so Neumann. "Wir wollen das Objekt stabilisieren und optimieren für die Bevölkerung. Aber letztendlich wollen wir damit auch Geld verdienen."

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