Brücke am Luner Weg wird abgerissen - über die neue Brücke können bald Lkw und Pkw rollen

mlzMarienviertel in Dorsten

Nach zweijähriger Sperrung wird die Brücke am Luner Weg abgerissen. Zuletzt war sie nur für Radfahrer und Fußgänger freigegeben. Über den Neubau könnte bald schwerer Verkehr rollen.

Dorsten, Hervest

, 25.10.2019, 11:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die alte Wienbachbrücke im Marienviertel am Luner Weg ist seit zwei Jahren für den Kfz-Verkehr gesperrt. Sie ist nicht mehr tragfähig. Kommende Woche will der Lippeverband als Eigentümerin mit dem Abriss des alten Bauwerkes über dem Wienbach beginnen. Der Neubau soll voraussichtlich ein halbes Jahr dauern und im April 2020 vollendet sein.

Über neue Brücke kann der Verkehr in beide Richtungen fließen

Die neue Brücke ist sehr großzügig dimensioniert. Denn sie soll zukunftsfähig sein: „Alles, was wir geplant haben, ist in enger Abstimmung mit der Stadt Dorsten geschehen“, sagt Anne-Kathrin Lappe, Sprecherin des Lippeverbands. Die Brücke ermöglicht Lkw- und Kfz-Verkehr das Befahren in beide Richtungen, sowohl in Richtung der Straße An der Wienbecke als auch in umgekehrte Richtung. Über die endgültige Verkehrsführung wird aber noch politisch abgestimmt.

Die Bewohner des Marienviertels wollen bei einem Bürgervotum am 7. November ihre Vorstellungen veranschaulichen und ihre Anregungen den Planern aus dem Rathaus mit auf den Weg in die Endabstimmung geben. Die Versammlung findet statt von 19 bis 21.30 Uhr im Caritas-Bildungszentrum an der Bismarckstraße.

Meinungen über die Verkehrsführung gehen auseinander

Die Meinungen über die künftige Verkehrsführung sind geteilt: Feuerwehrleute aus dem Viertel wollen den schnellsten Weg zur Hauptwache An der Wienbecke in beide Fahrtrichtungen. Direkte Anlieger des Luner Weges, oftmals Familien mit Kindern, würden die komplette Sperrung für den Kfz-Verkehr am liebsten beibehalten.

Wieder andere sprechen sich für eine Einbahnstraßenregelung und Tempo-30-Zone aus. Die Arbeitsgruppe der Initiative Zukunft Marienviertel (IZM) wird den Bewohnern des Viertels verschiedene Vorschläge machen und Vor- und Nachteile aller Lösungsvorschläge darstellen, wie Rolf Rommeswinkel, ein Sprecher des Arbeitskreises auf unsere Anfrage sagte.

Und so soll der Ausbau der Wienbachbrücke nach Vorstellung der Planer aussehen:

Die Brücke wird 6.50 Meter breit sein

Die Fahrbahnbreite für den Kfz-Verkehr beträgt 3.50 Meter. Die Brücke selbst wird etwa 6.50 Meter breit sein, weil auf einer Seite ein 1.80 Meter breiter geschützter Bordstein für Radfahrer und Fußgänger gebaut wird und auf der anderen Seite ein Notstreifen: „Die Bordsteine sind räumlich getrennt von der Fahrbahn“, so Anne-Kathrin Lappe.

Der Lippeverband beginnt zunächst mit dem schrittweisen Rückbau der alten Brücke - „wir können sie über dem Gewässer nicht einfach abreißen“. Verschmutzungen müssten verhindert werden. Diese Arbeiten dauern etwa zwei Wochen, so der Lippeverband.

Danach muss der Wienbach an dieser Stelle aufgestaut und umgeleitet werden. Auch das ist technisch aufwendig, bevor in das Bachbett Profile eingebaut werden können, die das spätere Brückenbauwerk solide abstützen. Diese Einbettung des Hamco-Profils (das sind biegsame, elastische Wellblechbauteile) sei „ökologisch sinnvoll“. Außerdem hielten die Brückenfundamente dann besser, sagt Anne-Kathrin-Lappe.

Bis zur Baustelle können Anlieger einfahren in den Luner Weg

Für Anlieger ist die Einfahrt in den Luner Weg bis zur Baustelle frei. Der restliche Verkehr wird umgeleitet. Umleitungen werden in den kommenden Tagen ausgeschildert, sagt Anne-Kathrin Lappe. Denn auch die Radfahrer und Fußgänger, die bislang noch über die Brücke fahren konnten, müssen für die Dauer der Bauarbeiten Umwege über die Bismarckstraße in Kauf nehmen.

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