Brustkrebs: Hilfe nach dem ersten Schock

Aktionstag von "Mamazone"

Der Gedanke an Brustkrebs löst bei vielen Frauen Angst aus. Beim 3. Dorstener Tag der Brustgesundheit im evangelischen Gemeindezentrum an der Johanneskirche zeigte der Verein "Mamazone" Betroffenen oder Ratsuchenden, wo man Unterstützung findet.

Dorsten

, 08.03.2015, 16:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zum 3. Dorstener Brustgesundheitstag lud am Samstag der Verein »Mamazone« ein. Ulrike Hahs zeigte am Stand des Vereins, was bei der Arbeit im Mittelpunkt steht.

Zum 3. Dorstener Brustgesundheitstag lud am Samstag der Verein »Mamazone« ein. Ulrike Hahs zeigte am Stand des Vereins, was bei der Arbeit im Mittelpunkt steht.

"Brustkrebs ist kein Notfall, Brustkrebs ist ein Schock!", sagte Dr. Stefan Wilhelms, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde in Dorsten und Haltern. Das heißt vor allem auch, dass viele Entscheidungen von den Patientinnen in einer Schocksituation getroffen werden.

Individuelle Ansätze in der Behandlung

Dabei ist das oft nicht nötig: "Die Diagnose ändert sich in den seltensten Fälle innerhalb der ersten sechs Wochen nach der Erkennung. Bevor man eine Entscheidung trifft, sollte man sich Zeit nehmen", sagte er. Schließlich gibt es für jede Frau individuelle Ansätze in der Behandlung, die sich vor allem in den letzten Jahren in vielen kleinen Schritten weiterentwickelt haben.

Neben den sechs Fachvorträgen, in denen die Besucher nicht nur viele Fragen stellen konnten, sondern auch in eine Diskussion kamen, konnten im Ausstellungsbereich Experten in den verschiedensten Bereichen besucht werden. "Bekommen sie die Diagnose, fühlen sich viele Frauen ohnmächtig und ein bisschen verloren. Unser Verein informiert und sorgt dafür, dass sich Betroffene austauschen können", sagte Ulrike Hahs am Stand von "Mamazone".

Prävention ist wichtig

Rund 75000 Frauen erkranken jährlich in Deutschland an Brustkrebs: "Im Vergleich zu den letzten Jahren ist die Zahl nach oben gegangen. Allerdings liegt das auch daran, dass man Veränderungen in der Brust heute viel früher erkennen kann", so Wilhelms. Für den Mediziner ist Prävention einer der wichtigsten Punkte. "Gesunde Ernährung, moderate Bewegung, das Einhalten des Normalgewichts und ein angemessener Umgang mit Genussmitteln können das Risiko mindern", erklärte er.

Betroffene Frauen können sich an den Verein "Mamazone" wenden: Tel. (02362) 72832, 0173 172 8703 oder unter Email: mamazone-dorsten@mamazone.de 

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