Bundespräsident Steinmeier wird „Patenonkel“ für ein Baby aus Dorsten

Ehren-Patenschaft

Der Wulfener Markthändler Falak Sahi und seine Frau Ayesha sind mit der Geburt von Töchterchen Zainab stolze Eltern von acht Kindern geworden. Dafür gab es Geschenke vom Bundespräsidenten.

Dorsten

15.01.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bundespräsident Steinmeier wird „Patenonkel“ für ein Baby aus Dorsten

Die kleine Zainab Sahi, für die Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Ehrenpatenschaft übernommen hat, auf dem Arm ihrer Mutter Ayesha. Rechts daneben: Vater Falak (mit Urkunde) und Bürgermeister Tobias Stockhoff. © Stadt Dorsten

Die kleine Zainab Sahi aus Wulfen ist noch keine zweieinhalb Monate alt und bereits Mitglied in einem ziemlich exklusiven Kreis. Denn Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Ehrenpatenschaft für das junge Mädchen aus Dorsten übernommen.

Der Grund: Das Wulfener Baby ist das achte Kind von Mutter Ayesha und Vater Falak, der vielen Dorstenern als Textilhändler auf den Wochenmärkten in der Altstadt und in Wulfen bekannt sein dürfte.

500 Euro und Urkunde

Die Glückwünsche, die vom Bundespräsidenten persönlich unterschriebene Urkunde sowie das Patengeschenk in Höhe von 500 Euro überbrachte Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff, der als kleine Überraschung noch einen Stoff-Teddybär und einen Atlantis-Gutschein für die ganze Familie mitbrachte.

Stellen die Eltern einen dementsprechenden Antrag, übernimmt der Bundespräsident die Ehrenpatenschaft für das siebente Kind einer Familie. Ist der Antrag für das siebente Kind unterblieben, kann er auch für ein später geborenes Kind der Familie gestellt werden - wie im Falle von Zainab.

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Voraussetzung: Zum Zeitpunkt der Antragstellung müssen einschließlich des Patenkindes mindestens sieben lebende Kinder zur Familie zählen, die von denselben Eltern, derselben Mutter oder demselben Vater abstammen.

Absolute Ausnahme

In Dorsten ist es eine absolute Ausnahme, Ehrenpatenkind des Staatsoberhauptes der Bundesrepublik zu sein. Seit dem Amtsantritt von Tobias Stockhoff, der eine Stunde lang bei der Wulfener Familie zu Gast war, hat er die Glückwünsche des Bundespräsidenten erst zum zweiten Mal überbracht.

Zainab Sahi lebt mit ihrer Mutter Ayesha und ihrem Vater Falak sowie ihren sieben Geschwistern Umar (18 Jahre alt), Meshal (13), Isha (11), Sana (10), Mahnoor (9), Muhammad Ameer (4) und Muhammad Azeem (1) in Wulfen-Barkenberg. „Man spürt eigentlich nie, dass sich acht Geschwister im Haus aufhalten. Trotz der Altersunterschiede kommen alle bestens miteinander aus“, sagt Falak Sahi.

Symbolischer Charakter

Der älteste Sohn Umar, der die Gesamtschule in Wulfen besucht, stimmt seinem Vater zu. „Es fühlt sich selbstverständlich an, sieben Geschwister zu haben. Ich kann mir nicht vorstellen, wie es wäre, nur zwei, drei oder vier Geschwister zu haben. Wahrscheinlich wäre es viel langweiliger“, sagt er.

Die Ehrenpatenschaft des Bundespräsidenten hat symbolischen Charakter. Der Bundespräsident bringt mit der Ehrenpatenschaft die besondere Verpflichtung des Staates für kinderreiche Familien zum Ausdruck.

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