Buntes Leben in Hervest

Hervest Hervest ist ein Stadtteil mit langer Migrationsgeschichte und Spannungen zwischen den verschiedenen Kulturen. Ein großer Schritt in die richtige Richtung gelang dem "Projekt Hervest" mit seinem Ausflug ins Freilichtmuseum nach Hagen.

03.09.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das "Projekt Hervest" wurde im September vergangenen Jahres ins Leben gerufen, um das interkulturelle Leben im Stadtteil zu fördern, Vorurteile abzubauen und die Bewohner unterschiedlicher Nationalitäten wieder näher zusammen zu bringen. Ute Maria Schlebusch und Irena Chwila, Sozialberaterinnen des evangelischen Kirchenverbandes Dorsten, organisierten den Ausflug nach Hagen, bei dem sich Einheimische, Spätaussiedler und Migranten besser kennen lernen konnten.

Großes Interesse

Die Veranstaltung fand großen Zuspruch in der Hervester Bevölkerung. Die Nachfrage war größer als erwartet, so dass der Bus am 18. August ausgebucht Richtung Hagen startete. "Es war ein lustiges Zusammensein", erinnert sich Irena Chwila.

An diesem Tag spielten nationale und kulturelle Unterschiede keine Rolle. Die positiven Resonanzen der Teilnehmer bestätigen Ute Maria Schlebusch in ihrer Arbeit. "Wir haben unser Ziel erreicht", erzählt sie in Anbetracht der Tatsache, dass an dem gemeinsamen Tag die lang gehegte Idee eines Spätaussiedler-Frauen-Treffs konkretisiert werden konnte. Er findet ab September regelmäßig statt. Ein Nachtreffen des Tagesausfluges nach Hagen mit gemeinsamer Fotoausstellung traf bei allen Beteiligten auf große Zustimmung und ist für Oktober fest geplant.

Die Organisatorinnen Schlebusch und Chwila sind sich einig, dass "jeder aus anderen Kulturen etwas Schönes mitnehmen kann" und möchten derartige Ausflüge öfter demnächst veranstalten, damit die Kommunikation und das Vertrauen der verschiedenen Nationalitäten zueinander "langsam wachsen kann".

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