Corona erschwert die Finanzierung von Abibällen

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Dieses Jahr können Abiturienten ihren Abschluss nicht wie gewohnt feiern. Auch für den nächsten Abijahrgang stellt Corona ein Hindernis dar.

von Paul Kahla

Dorsten

, 21.06.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In dieser Zeit des Jahres beginnen die Abiturjahrgänge des Folgejahres an den Dorstener Schulen für gewöhnlich damit, Geld zur Finanzierung ihrer Abibälle einzunehmen. Auch die Q1 des Gymnasiums Petrinum hatte schon einige Pläne zur Geldbeschaffung aufgestellt.

Stufe hatte viele Aktionen geplant

Neben den üblichen Einnahmequellen in Form von Getränke- und Snackverkäufen hatte die Stufe für Anfang Mai eine Fahrradputzaktion auf dem Hochstadenplatz geplant. Aufgrund der Situation rund um Corona konnte diese Aktion nicht wie geplant stattfinden und auch der Elternsprechtag, das Sommerfest und die Premiere des Beethoven-Musicals fanden und finden in diesem Schuljahr am Petrinum nicht statt. „Die Einnahmen, die uns dadurch wegfallen, können wir momentan nicht kompensieren“, erklärt Sonja Jansen. Die 18-Jährige ist in ihrer Stufe für die Finanzen mitzuständig und überlegt mit ihren Mitschülern nun, wie trotz Corona Geld gesammelt werden kann.

Sonja Jansen

Sonja Jansen © privat

Über ihre Seite im Sozialen Netzwerk Instagram mit dem Namen „abi21_petrinum“ informiert die Stufe über erste Möglichkeiten, sie kontaktlos zu unterstützen. Die Schüler nähen gegen Spenden Mundschutze und nehmen an einer Rabattaktion des Online-Handels „AboutYou.de“ teil. Von den rund 30.000 Euro, die der Abiball in der La Victoria Eventhalle in Marl voraussichtlich kosten wird, habe die Stufe bis jetzt circa 5000 Euro eingenommen, so Jansen. Wenn der Schulbetrieb nach den Sommerferien wiedereinsetze, mache sie sich keine Sorgen, ob der Abiball finanziell gesehen realisierbar wäre. Andernfalls würden die Preise der Karten für die Veranstaltung erheblich steigen.

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Das möchte auch der kommende Abijahrgang des St.-Ursula-Gymnasiums vermeiden. „Die Tickets sollen so günstig sein, dass keine Familie Abstriche machen muss“, erklärt Florian Schmücker. Er ist Teil des 13-köpfigen Finanzkomitees in seiner Stufe, die sich nun ebenfalls um alternative Einnahmequellen bemüht.

Florian Schmücker

Florian Schmücker © privat

Die Stufe veranstaltet in diesen Wochen beispielsweise einen virtuellen Sponsorenlauf, bei dem jeder Schüler für sich allein zwischen 20 und 60 Minuten läuft und die gelaufene Strecke per Handyapplikation dokumentiert. Die Stufe will ebenfalls in den kommenden Wochen eine eigene Website und eine Seite bei Instagram erstellen, um über weitere Aktionen zu informieren.

Noch keine Sorgen um Finanzierbarkeit

Was die Überlegungen des Komitees erschwere, sei die Tatsache, dass so eine Situation noch nie dagewesen sei, erklärt Florian Schmücker: „So gibt es keine Blaupause für das, was zu tun ist, und frühere Stufen können uns auch keine Tipps geben“. Noch mache er sich jedoch keine Sorgen um die Finanzierbarkeit des Balls.

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