Corona-Warnstufe Rot im Kreis Recklinghausen erreicht

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Das ging schneller als gedacht: Der Kreis Recklinghausen hat am Samstag die Corona-Warnstufe Rot erreicht. Damit drohen weitergehende Maßnahmen für alle Städte des Kreisgebietes.

Dorsten, Haltern, Castrop-Rauxel

, 10.10.2020, 08:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Tagelang gab es unterschiedliche Aussagen vom Kreisgesundheitsamt und dem Landesamt für Gesundheit. Während in Recklinghausen am Freitag bereits ein Inzidenzwert von 44,6 veröffentlicht wurde, lag er beim Landesamt noch bei 30,6. Doch in der Nacht zu Samstag wurde dieser Datensatz aktualisiert.

Datensatz aktualisiert, Grenzwert überschritten

Für den Kreis Recklinghausen weist das Landesamt für Gesundheit nun eine Wocheninzidenz von 52,3 aus. Mehr als 400 Menschen sind aktuell infiziert. Der von der Landesregierung vorgegebene Grenzwert von 50 Infizierten pro 100.000 Einwohner ist somit erstmals überschritten. Der Kreis Recklinghausen sprach am Vormittag sogar von einem Inzidenzwert von 56,7.

Eine offizielle Bestätigung gibt es noch nicht, auch keine Erklärung, wie es nun weitergeht. Dem Vernehmen nach hat Landrat Cay Sübercrüb (SPD) den Krisenstab zu weiteren Beratungen einberufen. Im Verlaufe des Samstags könnte es weitere Informationen geben.

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In Bottrop lag der Inzidenzwert am Samstag bei 17,9, im Kreis Borken bei 20,7 und im Kreis Wesel bei 18,9.

Maßnahmenpaket galt nur für „Gelb“

Erst am Freitag hatte sich der Kreis mit den Bürgermeistern der zehn Kreisstädte auf ein Maßnahmenpaket verständigt, weil erwartet wurde, dass am Wochenende die „Warnstufe Gelb“ auf vonseiten des Landesamtes für Gesundheit bestätigt würde. Nun ist die Situation sogar noch schlimmer.

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Die bisher beschlossenen Maßnahmen, die noch von der Bezirksregierung und dem NRW-Gesundheitsministerium bestätigt werden mussten, sahen vor:

  • Mund-Nasenschutz-Pflicht an weiterführenden Schulen für Lehrer und Schüler. In den nächsten zwei Wochen sind allerdings Herbstferien.
  • Mund-Nasenschutz-Pflicht für Zuschauer bei sämtlichen Sportveranstaltungen;
  • Mund-Nasenschutz-Pflicht für Erzieher in Kitas und im Offenen Ganztag;
  • kreisweite einheitliche Besucherregelungen in Kliniken, Pflege- und Altenheimen. Dazu gibt es noch keine Details.
  • Feste in öffentlichen Räumen werden auf maximal 50 Personen beschränkt. Nur Privatwohnungen sind ausgenommen.

Das gilt für alle Städte im Kreisgebiet, auch wenn die Situation in Dorsten (18,7) und Haltern (15,9,) am Freitag unkritisch war. Auch Castrop-Rauxel (32,7) lag am Freitag noch unter dem ersten Grenzwert.

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