Coronavirus: 2000 Euro Spendengelder sind in Malawi gut angelegt

Coronavirus

Die Afrikafreunde Wulfen hatten 2000 Euro als Soforthilfe zur Bekämpfung von Corona den Menschen in Malawi zur Verfügung gestellt. Jetzt ist das Geld eingetroffen und wird sinnvoll angelegt.

Wulfen

, 04.04.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das richtige Händewaschen ist auch in Malawi das A und O zur Virus-Prophylaxe.

Das richtige Händewaschen ist auch in Malawi das A und O zur Virus-Prophylaxe. © privat

Die Spendengelder sind zwischenzeitlich in Muona/Malawi eingetroffen. Umgehend kam vom William Allan, dem technischen Leiter des Trinity Hospitals vor Ort, eine Rückmeldung mit vielen Worten des Danks.

Er schreibt: „Zunächst viele herzliche Grüße aus Muona. Nachfolgend möchte ich über die Verwendung der gespendeten 2000 Euro Soforthilfe berichten, die Ihr uns zur Bekämpfung des Coronavirus‘ bereitgestellt habt. In erster Linie geht es um Aufklärung und Informationen über COVID-19. Insbesondere über dessen Anzeichen und Symptome, wie es übertragen wird und wie man sich die Hände mit Wasser und Seife wäscht, um weitere Übertragungen zu verhindern.

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Am Montag sind wir mit der Informationskampagne und Verteilung der Hygieneartikel in einem Fischerdorf am Shire-River gestartet. In dem isolierten, weit abgelegenen Dorf, hatten die Menschen noch nie etwas über das Coronavirus gehört. Entsprechend begierig waren die Fischer, möglichst viel darüber zu erfahren. Nach der Gesundheitsaufklärung mit Vortrag und praktischer Händewaschung wurden die Vorräte zur Verwaltung an den Dorfvorsteher übergeben, welcher auch gehalten ist, die Praxis des Händewaschens im Dorf durchzusetzen. Der Dorfvorsteher war auch der Erste, der sich die Hände mit Seife wusch, auch um die Fischergemeinde zu ermutigen.

Gesundheitsunterweisung zum Schutz vor dem Coronavirus

Vom Fischerdorf aus ging es weiter zum Dorf Osiyana zu den Händlern und Marktplätzen nahe der mosambikanischen Grenze. Auch hier erfolgte eine Gesundheitsunterweisung nebst Verteilung von Vorräten. Anschließend überquerten wir die Grenze nach Mosambik, wo wir zunächst in einer Notunterkunft den Einwanderungsbeamten Informationen gaben und mit Vorräten versorgten. Dass gleiche Prozedere erfolgte in einem nahe gelegenen Dorf mit vielen Geschäften und großem Marktplatz. Zurück in Malawi haben wir noch einen Markttag besucht, wo viele Leute geschult und auch viele Fragen zum Coronavirus gestellt werden konnten. Am späten Nachmittag wurde in Muona ein weiterer Gesundheitsvortrag unter Einbeziehung von vier Vorstehern mit ihrem Dorfanhang, zwei Krankenschwestern und Mitarbeitern des Gesundheitswesens organisiert.

Mehr als 1200 Haushalte wurden durch die Kampagne erreicht

Der Senior Chief führte die Demonstration des Händewaschens an, andere Chiefs folgten dem Beispiel. Nochmals vielen Dank für Eure finanzielle Unterstützung. Es ist uns gelungen, mehr als 1200 Haushalte zu erreichen. Es gibt nach wie vor einen großen Bedarf nach Informationen über das Coronavirus, insbesondere im Norden von Muona. Von dort aus konzentrierten sich unsere Aktivitäten vor allem auf die Gebiete an der Grenze zu Mosambik, auf die Fischerdörfer, die örtlichen Händler und Chiefs nebst Bevölkerung in der Umgebung der Mission. Bitte übermittle unseren herzlichen Dank an die Big Five sowie allen Spendern und Unterstützern.“

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