Coronavirus: Eis-Fans freuen sich über „ein Stück Normalität“

Coronavirus

Eisdielen dürfen wieder Eis verkaufen. Warteschlangen mit mindestens 1,50 Meter Abstand zeigten am Sonntag, dass die Dorstener Eis-Fans in der Corona-Krise Disziplin und Geduld mitbringen.

Dorsten

, 05.04.2020, 16:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Martin Tewes und Tochter Pia freuen sich auf ihr Eis, während sich hinter ihnen eine Warteschlange bildet.

Martin Tewes und Tochter Pia freuen sich auf ihr Eis, während sich hinter ihnen eine Warteschlange bildet. © Ralf Pieper

Bis zu 15 Personen bildeten in Stoßzeiten eine Warteschlange vor dem Eiscafé Dolce Vita am Platz der Deutschen Einheit. Die Dorstener Eiscafés dürfen seit dem Wochenende wieder Eis zum Mitnehmen verkaufen.

Kein Meckern, kein Drängeln – nur Vorfreude auf leckeres Eis. „Bisher habe ich mich mit Eis aus meiner Gefriertruhe über Wasser gehalten“ so ein Wartender. „Aber das kann mit einem Eis aus der Eisdiele nicht mithalten.“ Werner Schregel: „Schön, dass wieder Eis verkauft werden darf, wenn auch nur zum Mitnehmen. Das trägt ein wenig zur Beruhigung der Leute bei.“

„Ein Stück Normalität“

Hinweisschilder weisen auf die Regeln hin: Abstand halten, sein Eis allein oder zu zweit essen, keinesfalls in größeren Gruppen. „Es freut mich zu sehen, wie diszipliniert die Menschen sind“, so Martin Tewes. „Der Eisverkauf bringt ein Stück Normalität zurück.“

Geschäftsführer Mathias Blazej zögerte erst, den Eisverkauf zu starten - die Situation sei unübersichtlich. Aber nach einem Schreiben der Stadtverwaltung und dem O.K. des Ordnungsamtes machte er sich mit seinem Team an die Arbeit und bot am Sonntag 32 verschiedene Eissorten an.

Mathias Blazej sagt: „Jeder hält sich an die Regeln. Die Einnahmen helfen zwar in einer schwierigen Zeit, aber reichen natürlich bei Weitem nicht aus, den Umsatzeinbruch wegen Schließung der Sitzbereiche aufzufangen.“

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