Coronavirus

Coronavirus: In Dorsten sind fünf Menschen verstorben – im Kreis 43

In Dorsten sind fünf weitere Menschen am oder mit dem Coronavirus gestorben. Der Kreis Recklinghausen meldet am Donnerstag sogar 43 Todesfälle. Das sind indes alle Fälle aus den letzten zwei Wochen.
Die Wocheninzidenz steigt im Kreis Recklinghausen und in Dorsten weiter an. © picture alliance/dpa

Der 7-Tage-Inzidenzwert im Kreis beträgt laut Kreisgesundheitsamt am Donnerstag (7.1.) 181,9 (6.1.: 160,4). Das Landeszentrum für Gesundheit NRW (LZG) meldet eine wesentliche niedrigere 7-Tage-Inzidenz von 154,7 (-9,4).

Zweitniedrigster Wert im Kreis nach Haltern

Für Dorsten meldet der Kreis am Donnerstag einen Inzidenzwert von 93,7 (6.1.: 77,6) und ist nach Haltern am See (52,8) weiter der zweitniedrigste im Kreis. Den höchsten 7-Tage-Inzidenzwert weist Gladbeck auf (296,3). Es folgen Waltrop (259,1), Recklinghausen (222,6) und Oer-Erkenschwick (203,7).

135 Dorstener sind aktuell infiziert

Am Donnerstag wurden in Dorsten 24 Neuinfektionen gemeldet, damit sind aktuell 135 Dorstener mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt haben sich seit Ausbruch der Pandemie 1.648 Dorstener infiziert. Es wurden fünf weitere Todesfälle in Dorsten gemeldet: eine Frau im Alter von 89 Jahren und vier Männer im Alter von 69, 78, 81 und 83 Jahren. Damit sind insgesamt 23 Dorstener am oder mit dem Coronavirus gestorben.

Im gesamten Kreis Recklinghausen wurden 310 Neuinfektionen gemeldet (6.1.: 152). Damit sind aktuell 1.958 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Am Tag zuvor waren es noch 1.810 infizierte. Seit Beginn der Pandemie haben sich 17.289 Menschen im Kreis infiziert.

43 Todesfälle binnen 24 Stunden

Es wurden 43 neue Todesfälle gemeldet: Gestorben sind in Datteln fünf Frauen im Alter von 70, 73, 83, 97 und 99 Jahren und zwei Männer im Alter von 77 und 88 Jahren, in Dorsten eine Frau im Alter von 89 Jahren und vier Männer im Alter von 69, 78, 81 und 83 Jahren, in Gladbeck zwei Frauen im Alter von 82 Jahren und eine Frau im Alter von 88 Jahren, in Haltern am See ein Mann im Alter von 86 Jahren, in Herten zwei Männer im Alter von 76 und 77 Jahren, in Marl fünf Frauen im Alter von 73, 74, 81, 90 und 95 Jahren und drei Männer im Alter von 84, 91 und 92 Jahren, in Recklinghausen zehn Frauen im Alter von 82, 83 (2), 84 (2), 90, 91, 93, 94 und 95 Jahren und fünf Männer im Alter von 76, 82 (2), 85 und 86 Jahren sowie in Waltrop zwei Frauen im Alter von 89 und 93 Jahren.

Gemeldete Fälle aus den letzten zwei Wochen

Der Kreis erläutert die hohe Zahl so: Im Gesundheitsamt gehen erst jetzt viele Meldungen über Verstorbene aus den letzten zwei Wochen ein, da durch Betriebsferien in vielen Stadtverwaltungen rund um die Feiertage in einigen Standesämtern nur ein Notdienst im Einsatz war.

Seit Beginn der Pandemie meldet die Kreisverwaltung die Todesfälle erst, wenn auch eine schriftliche Bestätigung vorliegt.

Seit Ausbruch der Pandemie sind im Kreis 312 Menschen am oder mit dem Coronavirus verstorben. 232 Covid-19-Patienten liegen in Kliniken des Kreises, 38 von ihnen auf Intensivstationen.

Bürgermeister spricht sein Beileid aus

Tobias Stockhoff, Dorstens Bürgermeister: „Zwar sind bei den Todesfällen Nachmeldungen aus den zurückliegenden Feiertagen enthalten. Dennoch führen uns diese erschreckenden Zahlen die ganze Dimension der Trauer vor Augen, die Angehörige der lieben Verstorbenen nun erleiden.“

Im Namen von Bürgerschaft, Rat und Verwaltung der Stadt Dorsten ebenso wie persönlich spricht er den Hinterbliebenen sein Mitgefühl aus: „Wir sind in diesen Stunden und Tagen mit unseren Gedanken und Gebeten besonders bei den Verstorbenen und allen Angehörigen, die in diesen Tagen einen lieben Menschen verloren haben.“

Die Zahl der Verstorbenen sei leider immer auch Teil einer gesellschaftlichen Diskussion um die Pandemie. „Wir sollten uns dabei immer bewusst machen: Egal, wie alt ein Mensch war, ob er Vorerkrankungen hatte – um jeden Verstorbenen trauern Ehepartner, Kinder, Enkelkinder, Angehörige, Freunde und Arbeitskollegen“, so Bürgermeister Stockhoff. „Jedem Verstorbenen und ihren Angehörigen hat Corona gemeinsame Lebenszeit gestohlen. Wir sollten uns darum hüten, in dieser Diskussion ein hartes Herz voll Ignoranz und Gleichgültigkeit zu haben.“

Der Kreis Recklinghausen gilt seit dem 10. Oktober 2020 als Risikogebiet, da seitens des LZG der Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten worden ist.

So ist die Lage bei den Nachbarn

Der Inzidenzwert für Bottrop liegt am Donnerstag laut LZG bei 141,2 (+4,3), im Kreis Borken bei 71,6 (+0,8) und im Kreis Wesel bei 96,7(-0,4).

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