Coronavirus: Initiative „eindorsten“ will Einzelhandel unterstützen

Coronavirus

Jungunternehmer aus Dorsten haben sich zusammengetan und die Initiative „eindorsten“ gegründet. Kunden sollen ihre Lieblingsläden in der Corona-Krise durch Gutschein-Käufe unterstützten.

Dorsten

, 02.04.2020, 14:24 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Einzelhandel in Dorsten steht wegen der Corona-Krise mehr oder weniger still. Die Initiative "eindorsten" will helfen.

Der Einzelhandel in Dorsten steht wegen der Corona-Krise mehr oder weniger still. Die Initiative "eindorsten" will helfen. © Ralf Pieper; eindorsten.de

Die Corona-Krise hat den Einzelhandel in Dorsten mehr oder weniger zum Erliegen gebracht. Viele Geschäfte mussten schließen und kämpfen ums Überleben. Ein Team von Jungunternehmern möchte den Einzelhandel in der Lippestadt in schweren Zeiten unterstützen.

Die Dorstener Paul Tüshaus, Hendrik Gottschalk, Jan Owiesniak sowie Vicky Wrobel aus Oberhausen haben vor Kurzem die Initiative „eindorsten“ gegründet. Luca und Lennart Schlotmann, Lukas Havighorst und Michel Joswig sind inzwischen auch an Bord. Es sei an der Zeit, der Stadt Dorsten etwas zurückzugeben, teilte die Gruppe mit. „Jeder von uns kann seinen Beitrag leisten.“

Auf www.eindorsten.de können ab diesem Freitag Gutscheine von lokalen Einzelhändlern und Gastronomie-Betrieben gekauft werden. Fast 20 Unternehmen aus Dorsten sind auf dem Portal bereits gelistet und bieten ihre Gutscheine an. Mit dabei sind unter anderem schon ein Spielzeuggeschäft, ein Optiker, ein Reisebüro und mehrere gastronomische Betriebe.

Kleinstbetrag für Transaktionskosten wird abgezogen

Der Wert des über die Website gekauften Gutscheins soll komplett an das entsprechende Geschäft gehen. Abgezogen wird lediglich ein kleiner Betrag für die Transaktionskosten. Je nach Zahlweise (Paypal oder Kreditkarte) sind es bis zu 2,5 Prozent des Umsatzes und bis zu 35 Cent pro Transaktion.

Beispiel: Beim Kauf eines 100-Euro-Gutscheins per Kreditkarte entstehen laut „eindorsten“ 2,65 Euro Transaktionskosten, 97,35 Euro kommen beim Händler an. „Die Transaktionsgebühren kommen nicht bei uns an, sondern werden direkt von dem Drittanbieter (Zahlungsplattform) abgebucht“, so die Gründer. Es handelt sich um eine ehrenamtliche Initiative.

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„Dein Lieblingsladen, egal ob Frisör, Restaurant oder der Blumenladen um die Ecke, kann mit diesen Einnahmen laufende Kosten wie Miete und Mitarbeitergehälter zahlen und wird diese schwere Zeit gemeinsam mit uns allen durchstehen“, teilte die Initiative mit. Unternehmen können sich auf der Website kostenlos registrieren und ihr Gutschein-Angebot präsentieren.

Bürgermeister Tobias Stockhoff begrüßt die Initiative: „Es ist wichtig, jetzt den lokalen Handel zu stärken“, sagte er. Wenn man auch künftig die Chance haben wolle, in tollen Lokalen und Restaurants in Dorsten einzukehren, würde es ihn freuen, wenn diese gerade jetzt Unterstützung bekämen. Die jetzt gekauften Gutscheine könnten dann eingelöst werden, „wenn die Corona-Bestimmungen wieder etwas gelockert werden“.

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