Coronavirus: Mund-Nase-Tücher selber nähen

Coronavirus

Etliche Bürger haben der Stadt das Angebot gemacht, Mund-Nase-Tücher zu nähen. Im Kampf gegen das Coronavirus können diese Tücher gute Dienste leisten.

Dorsten

30.03.2020, 15:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Feuerwehr Essen zeigt, wie es geht.

Die Feuerwehr Essen zeigt, wie es geht. © Feuerwehr Essen

Bürgermeister Tobias Stockhoff ermuntert darum alle in Handarbeit talentierten Mitmenschen ausdrücklich, die Nähmaschinen glühen zu lassen.

Für die Verwendung gibt es mehrere Möglichkeiten. Da mittlerweile nicht nur „Profis“ in Gesundheitsberufen und Rettungsdienste diese Tücher tragen, könnten selbst genähte Exemplare an Freunde, Verwandte oder Nachbarn verteilt werden. „Vielleicht einfach mit einem Ausdruck einer Wasch- und Pflegeanleitung und einem netten Gruß in den Briefkasten werfen: Das wäre ein tolles Zeichen der Solidarität im gemeinsamen Kampf gegen Corona“, so Bürgermeister Stockhoff.

Tücher für die Profis

Wer die Tücher ausdrücklich Profis zukommen lassen möchte, hat dazu im Stadtgebiet zwei Abgabe-Möglichkeiten: Am Atlantis-Freizeitbad (für das Stadtgebiet Süd) sowie an der ehemaligen Laurentiusschule, Schulstraße in Lembeck (für das Stadtgebiet Nord), wird die Dorstener Arbeit bis Dienstag zwei Altkleider-Container aufstellen, die als Annahmen für selbst genähte Mund-Nase-Tücher gekennzeichnet sind. Die Ergebnisse der Handarbeiten bitte in eine Tüte verpackt an diesen beiden Standorten einwerfen, gerne mit einem Hinweis, von wem diese Tücher stammen.

Jetzt lesen

Die Logistiker des Dorstener Corona-Krisenstabes werden die Container regelmäßig leeren, die Masken hygienegerecht waschen, in ihren Bestand übernehmen und für eine bedarfsgerechte Verteilung sorgen.

Die Feuerwehr der Stadt Essen hat eine sehr gute Näh- sowie Wasch- und Pflegeanleitung für die Herstellung von Tüchern erarbeitet, die unter diesem Link zu finden ist.

Für die Verwendung der Mund-Nase-Tücher ist es wichtig, folgendes zu beachten:

  • Der Stoff ist kein „Viren-Filter“.
  • Die Tücher schützen nicht den Träger vor Ansteckung, sondern sein Gegenüber.
  • Wer sie benutzt, sollte sich gut über Wirkung, Anwendung und Pflege informieren (z.B. auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts).
  • Die Benutzung erfolgt immer auf eigene Gefahr.

Jetzt lesen

Bürgermeister Stockhoff: „Bei allen Maßnahmen ist es unser oberstes Ziel, die außergewöhnlich schnelle Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen – damit diejenigen von unserem Gesundheitssystem gut versorgt werden können, die bei einer Infektion schwere Symptome entwickeln. Ein Problem dabei ist, dass manche Infizierte bis zu zwei Wochen ohne Symptome bleiben, die Erkrankung also unwissentlich streuen können. Wer ein Mund-Nase-Tuch trägt, kann damit verhindern, dass er andere ansteckt, solange er selbst noch nichts von seiner Infektion weiß.“

In diesem Video erklären wir, wie eine Maske selbst genäht werden kann:

Lesen Sie jetzt