Coronavirus: Östricher aus Quarantäne entlassen, jetzt hat er Stress mit dem Arbeitgeber

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Wegen Verdachts auf das Coronavirus verbrachte ein Östricher die letzte Woche in Quarantäne. Die Anordnung sei ein Fehler gewesen, erfuhr er am Telefon. Jetzt ist er krankgeschrieben.

Dorsten

, 24.03.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein Lkw-Fahrer aus Östrich hat die vergangene Woche in Quarantäne verbracht, weil er verdächtige Symptome aufwies. Der Mann hatte unserer Redaktion bereits geschildert, wie er unter anderem erst vergeblich versucht hatte, bei der bundesweit gültigen Rufnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes (116 117) durchzukommen. Irgendwann sei ein Rückruf mit unterdrückter Rufnummer gekommen und man habe ihm mitgeteilt, dass er unter Quarantäne steht.

In einem weiteren Anruf habe ihm das Gesundheitsamt des Kreises am Freitag mitgeteilt, dass die Quarantäne fälschlicherweise angeordnet worden und wieder aufgehoben sei, erzählt der Östricher. „Weil ich nicht in einem Risikogebiet war und auch keinen Kontakt zu einer infizierten Person hatte.“

Weil die gesamte Kommunikation mit den Behörden telefonisch lief und der Lkw-Fahrer bis auf Screenshots vom Anruf bei der 116 117 nichts Handfestes vorlegen kann, hat er nun Stress mit seinem Arbeitgeber: „Der stellt gerade meine Glaubwürdigkeit infrage und denkt, dass ich eine Woche blaugemacht habe.“

Der Arbeitgeber verlange einen Coronatest, den der Östricher jetzt nicht ohne Weiteres bekommt, weil er weder in Risikogebieten war noch Kontakt zu Infizierten hatte. Sein Hervester Hausarzt, der seine Praxis aufgrund mangelnder Schutzbekleidung vorübergehend geschlossen hatte, hat ihn nun eine Woche krankgeschrieben.

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