Coronavirus: So feiert die Evangelische Kirchengemeinde Gottesdienste

Coronavirus

Es ist soweit: Erstmals seit neun Wochen lädt die Evangelische Kirchengemeinde Dorsten für den 17. Mai wieder zu einem Gottesdienst in die Johanneskirche ein. Beginn ist um 10 Uhr.

Dorsten

12.05.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 3 min
In der Johanneskirche finden auch wieder Gottesdienste statt.

In der Johanneskirche finden auch wieder Gottesdienste statt. © Evangelischer Kirchenkreis

In der Evangelischen Kirche in Altendorf-Ulfkotte wird der erste Gottesdienst am 23. Mai (Samstag) um 17 Uhr gefeiert. „Wir freuen uns, dass sich nun wieder Menschen in unserer Kirche versammeln können“, sagt Pfarrer Karl-Erich Lutterbeck. „Wir wissen dabei um unsere Verantwortung und haben uns bei der Entwicklung des Schutzkonzeptes bewusst Zeit gelassen. Denn von unserer Gemeinschaft im Gottesdienst soll Stärkung ausgehen und keine neue Ansteckungsgefahr.“

Maßgeblich für die Öffnung der Gottesdienste sind die Eckpunkte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die mit dem Robert-Koch-Institut abgestimmt wurden. Auf dieser Grundlage hat die Gemeinde konkrete Maßnahmen beschlossen und vorbereitet.

Folgende Regeln gelten demnach für Gottesdienste in den beiden Kirchen:

  • Der Abstand zwischen zwei Personen beträgt zwischen anderthalb und zwei Meter in jede Richtung, entsprechend sind die Plätze in der Kirche markiert. Wer zu einem Hausstand gehört, darf aber näher zusammenrücken.
  • Die Empore in der Kirche wird nicht genutzt. Auf diese Weise reduziert sich die Zahl der Plätze in der Johanneskirche auf 44 und in Altendorf-Ulfkotte auf 15. So viele Personen dürfen maximal am Gottesdienst teilnehmen.
  • Die Gemeinde wird eventuell einen zusätzlichen Gottesdienst am Nachmittag anbieten. Damit niemand vor geschlossener Tür steht und entsprechend geplant werden kann, ist eine vorherige Anmeldung erforderlich (Tel. 02362/23512; E-Mail: Lutterbeck@jokido.de)
  • Teilnehmerinnen und Teilnehmer desinfizieren sich vor der Kirchentür die Hände. Dazu wird Desinfektionsmittel bereitgestellt.
  • Um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können, werden die Gottesdienstteilnehmerinnen und -teilnehmer in eine Liste mit Namen, Anschrift und Telefonnummer eingetragen. Die Angaben werden bei der Anmeldung übermittelt und die Listen nach vier Wochen vernichtet.
  • Die Gottesdienstteilnehmerinnen und -teilnehmer tragen einen Mund-Nase-Schutz und sind gebeten, diesen mitzubringen.
  • Auf Berührungen wie Händedruck zur Begrüßung oder Friedensgruß wird verzichtet.
  • Kollekten werden wie üblich nur am Ausgang eingesammelt.
  • Das gemeinsame Singen bringt besondere Infektionsrisiken mit sich und unterbleibt deshalb. Auch der Kirchenchor kommt aus diesem Grund im Gottesdienst derzeit nicht zum Einsatz.
  • Für das Abendmahl werden bei Bedarf Einzelkelche verwendet.

Der Küsterdienst wird auf die Einhaltung der Regelungen achten.

Pfarrer Karl-Erich Lutterbeck sagt: „Vieles, was wir jetzt in unserer Kirche praktizieren, ist ungewohnt, manches wird sich seltsam oder fremd anfühlen. Doch wir sind hoffnungsvoll, dass wir auch unter diesen besonderen Bedingungen Gemeinschaft mit Gott und miteinander erleben, sowie Trost und Ermutigung erfahren, um Gott zu loben und ihm zu danken.“

Evangelische Kirchengemeinde Hervest-Wulfen

In der Evangelischen Kirchengemeinde Hervest-Wulfen fanden bereits Gottedienste ab dem 10. Mai statt. Es wurde um 9.30 Uhr in die Kreuzkirche, An der Landwehr 63, und um 11 Uhr ins Barkenberger Zentrum, Talaue 68, zum Gottesdienst eingeladen.

Hier gilt: Die Anzahl der Plätze ist jeweils auf 40 begrenzt. Besucherinnen und Besucher müssen sich am Eingang in eine Liste eintragen und einen Mundschutz tragen. Die Plätze sind markiert, so dass die nötigen Abstände eingehalten werden können. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.

„Auch wenn diese Einschränkungen für uns eine neue Erfahrung sind, so sind wir doch froh, wieder in der Gemeinschaft Gottesdienst feiern zu können. Die Gegenwart des anderen Menschen lässt sich durch kein technisches Mittel ersetzen“, so Pfarrerin Anke Leuning und Pfarrer Michael Laage. Bis zu den Sommerferien sollen die Gottesdienste an jedem Sonntag zu diesen Zeiten in beiden Kirchen stattfinden. Danach wird man in der Gemeinde neu überlegen, wie es weitergehen kann.

Wieder Gottesdienste in Holsterhausen und Rhade

Ebenso gab es bereits Gottesdienste am 10. Mai in der Martin-Luther-Kirche in Holsterhausen um 10.30 Uhr und in der Heilig-Geist-Kirche in Rhade um 9 Uhr.

„Wir freuen uns, dass sich nun wieder Menschen in unseren Kirchen versammeln können“, sagen Pfarrer Andreas Deppermann und Pfarrer Matthias Overath. „Wir wissen dabei um unsere Verantwortung und haben ein Schutzkonzept entwickelt, das wir sorgfältig anwenden werden. Denn von unserer Gemeinschaft im Gottesdienst soll Stärkung ausgehen und keine neue Ansteckungsgefahr.“

Neben den heute üblichen Schutzvorrichtungen wie Abstandshaltung und Mundschutz wird die Teilnehmerzahl der Gottesdienste zuerst begrenzt sein. Auf 40 Personen in der Martin-Luther-Kirche und 20 Personen in der Heilig-Geist-Kirche.

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