Darum kreisen Hubschrauber über der Stadt

Die Polizei erklärt es

"Warum kreist ein Hubschrauber über der Feldmark?" Fragen wie diese erreichen die Redaktion in schöner Regelmäßigkeit. Die Polizei erklärt's.

Dorsten

, 22.12.2016, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Polizei kann bei Bedarf auch mal Unterstützung aus der Luft anfordern.

Die Polizei kann bei Bedarf auch mal Unterstützung aus der Luft anfordern.

Damit hatten die Einbrecher nicht gerechnet. Erst tauchte die Polizei am Tatort auf, sodass sie Hals über Kopf fliehen mussten. Und dann gab es bei der Fahndung auch noch Ärger "von oben". Ein Polizeihubschrauber kreiste in dieser Woche über der Stadt, weil ein paar Jugendliche versucht hatten, in einen Kiosk einzubrechen. Es war der zweite "Luft-Einsatz" binnen weniger Tage in Dorsten - und in diesem Fall "reiner Zufall", wie Polizeisprecher Michael Franz auf Nachfrage bestätigte. "Die Kollegen waren in Herten im Einsatz und sind dann weiter nach Dorsten geflogen."

Zwei Fliegerstaffeln

Tatsächlich kann der Polizeihubschrauber bei Bedarf "formlos" angefordert werden, so Franz, "denn es muss ja schnell gehen". Allerdings ist der "Heli" meist nicht so schnell in Dorsten wie in der Nacht zu Mittwoch, als er schon im Kreis Recklinghausen unterwegs war. Die beiden für Dorsten zuständigen Fliegerstaffeln befinden sich in Dortmund und Düsseldorf und kommen in der Regel nur für "Spezialaufträge": bei schweren Delikten etwa, wenn die Täter in ein unübersichtliches Waldgebiet geflüchtet sind.

Auch bei Vermisstenfällen

"Auch bei Vermisstenmeldungen fordern wir eine Besatzung an", sagt Franz, "oder wenn jemand einen Suizid angekündigt hat." Dann kann eine Wärmebildkamera, die der Hubschrauber ebenso wie eine Fotoausrüstung an Bord hat, ganz hilfreich sein bei der Fahndung. Und doch handelt sich die örtliche Polizei schon mal eine Absage ein. "Die Kapazitäten sind begrenzt", weiß Michael Franz. Manchmal ist es auch höhere Gewalt, die einen Start verhindert. Wenn nämlich das Wetter zu schlecht ist.

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So gesehen hatten die jugendlichen Einbrecher in dieser Woche mehrfach "Pech": erst von einem Zeugen beobachtet, dann von der Polizei überrascht und schließlich mit Luftunterstützung verfolgt. Klar, dass sie geschnappt wurden.

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