Das Petrinum feiert seine Abiturienten

Abifeier am Petrinum

Jede Menge Glückwünsche und Ratschläge für die Zukunft nahmen die Abiturienten des Petrinums entgegen, bevor sie endlich ihre Abi-Zeugnisse in Händen hielten.

Dorsten

, 05.07.2019, 18:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Petrinum feiert seine Abiturienten

Der letzte G8-Jahrgang der Schule verabschiedet sich. © Falko Bastos

Zum letzten Mal betraten die 44 Abiturienten des Petrinums am Freitag ihre Schule. Bevor sie ihre lang ersehnten Zeugnisse in Empfang nehmen konnten, gab es jede Menge warme Worte.

„Geschafft habt ihr‘s“, richtete Bürgermeister Tobias Stockhoff an die frisch gebackenen Abiturienten. „Wir sind stolz auf euch.“ 18 Jahre ist es her, dass er selbst an gleicher Stelle sein Abiturzeugnis bekam. „Man kriegt jede Menge Ratschläge - und dann kommt auch noch der Bürgermeister.“

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So feierte das Petrinum seine Abiturienten

44 Abiturienten haben am Freitagnachmittag ihre Abiturzeugnisse erhalten. In der Aula der Schule wurden sie gebührend verabschiedet.
05.07.2019
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44 Abiturienten nahmen am Freitag ihre Abiturzeugnisse in der Aula der Schule entgegen. © Falko Bastos
44 Abiturienten nahmen am Freitag ihre Abiturzeugnisse in der Aula der Schule entgegen. © Falko Bastos
44 Abiturienten nahmen am Freitag ihre Abiturzeugnisse in der Aula der Schule entgegen. © Falko Bastos
44 Abiturienten nahmen am Freitag ihre Abiturzeugnisse in der Aula der Schule entgegen. © Falko Bastos
44 Abiturienten nahmen am Freitag ihre Abiturzeugnisse in der Aula der Schule entgegen. © Falko Bastos
44 Abiturienten nahmen am Freitag ihre Abiturzeugnisse in der Aula der Schule entgegen. © Falko Bastos
44 Abiturienten nahmen am Freitag ihre Abiturzeugnisse in der Aula der Schule entgegen. © Falko Bastos
44 Abiturienten nahmen am Freitag ihre Abiturzeugnisse in der Aula der Schule entgegen. © Falko Bastos
44 Abiturienten nahmen am Freitag ihre Abiturzeugnisse in der Aula der Schule entgegen. © Falko Bastos
44 Abiturienten nahmen am Freitag ihre Abiturzeugnisse in der Aula der Schule entgegen. © Falko Bastos
44 Abiturienten nahmen am Freitag ihre Abiturzeugnisse in der Aula der Schule entgegen. © Falko Bastos
44 Abiturienten nahmen am Freitag ihre Abiturzeugnisse in der Aula der Schule entgegen. © Falko Bastos
44 Abiturienten nahmen am Freitag ihre Abiturzeugnisse in der Aula der Schule entgegen. © Falko Bastos
44 Abiturienten nahmen am Freitag ihre Abiturzeugnisse in der Aula der Schule entgegen. © Falko Bastos
44 Abiturienten nahmen am Freitag ihre Abiturzeugnisse in der Aula der Schule entgegen. © Falko Bastos
44 Abiturienten nahmen am Freitag ihre Abiturzeugnisse in der Aula der Schule entgegen. © Falko Bastos
44 Abiturienten nahmen am Freitag ihre Abiturzeugnisse in der Aula der Schule entgegen. © Falko Bastos
44 Abiturienten nahmen am Freitag ihre Abiturzeugnisse in der Aula der Schule entgegen. © Falko Bastos
44 Abiturienten nahmen am Freitag ihre Abiturzeugnisse in der Aula der Schule entgegen. © Falko Bastos
44 Abiturienten nahmen am Freitag ihre Abiturzeugnisse in der Aula der Schule entgegen. © Falko Bastos

Er wünsche den Abiturienten dagegen nur eines: „Authentizität. Reden und Handeln sollte im Einklang stehen.“ Von Rückschlägen sollten sich die Schulabgänger nicht entmutigen lassen. „Versucht es trotzdem.“ Lobend hob er die Fridays-For-Future-Demos hervor, die auch ihren Weg nach Dorsten gefunden hatten. „Übrigens nach Schulschluss“, so der Bürgermeister. „Bleibt authentisch“, gab er den Abiturienten mit auf den Weg.

„Hier kommt das gefürchtete Grußwort der Eltern“, kündigte Stefan Bockamp an. Dafür hatte er Gedanken der anderen Eltern gesammelt. „Wir hoffen, dass die finanziellen Mittel für das Petrinum aufgestockt werden“, richtete er an den Bürgermeister. Der Jugend wünschte er Empathie und Authentizität. Und wie es sich für Eltern gehört, appellierte er, das Smartphone einmal wegzulegen.

„Der größte Empathie-Killer steckt in eurer Tasche.“

Zurückhaltender Chor

Die Schülervertreter Noah Mann und Paul Kahla nahmen mit allerlei Wortspielen Bezug auf das Abimotto „Abiversum - wir suchen das Weite“. So könne sich zukünftig etwa das Einkommen erweitern, die Brieftasche weiten, dass man sich künftig etwas weitläufigeres leisten könne als das Zimmer bei Mama. Und wenn nicht? „Das Leben geht weiter.“

Eher zurückhaltend als ausgelassen präsentierte der Chor der Abiturientia ein Medley. Zwischen den Ansprachen sorgte das Schulorchester unter der Leitung von Stefan Goralski für die musikalische Begleitung mit Stücken von Queen bis AC/DC.

Im Namen der Abiturientia sprach Matthias Bockamp und nutzte die Gelegenheit, um auf die vergangenen acht Jahre zurückzublicken. „Heute vor 2558 hat unsere gemeinsame Schulzeit begonnen.“ Aus alten Klassenbucheinträgen rekonstruierte er die prägenden Ereignisse seit 2011. „Es hat mir immer Spaß gemacht, unsere Schule mitzugestalten.“ Wie ein Orchester habe sich die Harmonie erst im Zusammenspiel ergeben. Auch für Eltern und Lehrer hatte er lobende Worte übrig. Etwas pathetisch formulierte er: „Lehrer sind wie Kerzen. Sie konsumieren sich selbst, um anderen den Weg zu leuchten - manche mehr, manche weniger.“

Zweimal die Traumnote

Stufenleiter Norbert Möller berichtete von kuriosen Gesprächsfetzen, die er bei den Schülern aufschnappe. „Jetzt erstmal zwei Stunden abschnorcheln.“ Er verglich das Abitur mit einem Gipfelsturm. „Ihr habt einen Gipfel erreicht. Und die Mühe hat sich gelohnt. Die Welt mit ihren Möglichkeiten liegt euch zu Füßen. Macht das beste aus eurem Talent“, gab er den Abiturienten mit auf den Weg.

„Ich bin ein bisschen aufgeregt. Das ist das erste Mal für mich“, bekannte Schulleiter Markus Westhoff zum Abschluss. Mit Blick auf seine Abiturzeit 1993 erinnerte er an längst vergangene Zeiten: Kassettenrekorder und den Geruch von Matritzen und Zigaretten in der Schule. „Ich habe nur das letzte Jahr begleitet, aber das war eines der intensivsten, die ich je mit einer Jahrgangsstufe verbracht habe.“ So erinnerte er an das Engagement der Schüler - von der Schülerfirma bis zum Wechsel einer Leuchtstoffröhre in seinem Büro.

Dann endlich teilte er die Abi-Zeugnisse an den letzten G8-Jahrgang seiner Schule aus. „Es war ein leistungsstarker Jahrgang“, betonte er. So erhielt Mark Redding einen Abiturpreis für besondere Leistungen in Mathematik. Und mit Matthias Bockamp und Lisa Thiehoff schlossen gleich zwei Überflieger mit der Traumnote 1,0 ab. Die Schule schlägt die beiden außerdem für ein Stipendium der Begabtenstiftung des Deutschen Volkes vor.

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