Video-Tagebuch von der Radtour nach Rybnik: Charity-Radler sind zurück und ziehen Bilanz

Städte-Partnerschaft

Bürgermeister Tobias Stockhoff ist mit sechs Begleitern zur Charity-Radtour nach Rybnik aufgebrochen. In einem Video-Tagebuch berichten die Dorstener von ihrer Fahrt.

Dorsten

, 30.07.2019, 14:19 Uhr / Lesedauer: 3 min
Video-Tagebuch von der Radtour nach Rybnik: Charity-Radler sind zurück und ziehen Bilanz

Die Nutria in Rybnik fressen buchstäblich aus der Hand. © privat

Durch das 25-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft steht Rybnik in Polen in diesem Jahr im Blickpunkt der internationalen Kontaktpflege. Rybnik ist auch das Ziel der zweiten Etappe der diesjährigen Bürgermeister-Radtour startet. Und wie immer ist die Tour mit einer Bitte um Spenden verbunden, die diesmal dem Frauenhaus in Dorsten zu Gute kommen.

Bereits im Mai absolvierte eine Gruppe die erste Etappe von Dorsten bis in die sächsische Partnerstadt Hainichen. Am Dienstag (30. Juli) ging geht es zunächst per Bulli wiederum nach Hainichen. Es wurde ein launiger Abend in der sächsischen Partnerstadt mit interessanten Gesprächen über Gott und die Welt.

Stockhoffs Amtskollege aus Hainichen, Dieter Greysinger, hatte dabei noch eine schöne Botschaft für zwei Schützenvereine aus Dorsten im Gepäck:

Am Mittwoch (31. ) stiegen der Bürgermeister und seine Begleiter auf die Räder und starten nach Rybnik, wo sie am Montag (5. August) von Stadtpräsident Piotr Kuczera empfangen werden. Bis dahin berichten die Dorstener jeden Tag in einem Video-Tagebuch über ihre Erlebnisse. Rund 600 Kilometer legt die Gruppe zurück, die einzelnen Etappen sind in dieser Übersicht zu sehen. Die Tour führt durch drei Länder.

1. Etappe (31. Juli): von Hainichen über Dresden nach Ohorn. (92 km)

Um 8.45 Uhr ging es endlich mit den Rädern los von Hainichen in Richtung Ohorn. Hainichens Bürgermeister Dieter Greysinger und Freundeskreisvorsitzende Carmen Fischer wünschten viel Erfolg und verabschiedeten die Gäste aus Dorsten.

„Es wird heute garantiert nicht regnen!“, so die Aussage von Wetterexpertin Marita Kipinski beim Frühstück. Welchen Wahrheitsgehalt diese Prognose hatte, durften die Radler am Abend schmerzlich erfahren: Es regnete, aber da saß die Wetterfee schon im wasserdichten Transit Tristesse Deluxe.

2. Etappe (1. August): von Ohorn nach Görlitz (89 km).

Vom Forsthaus Luchsenburg ging es zunächst für die Dorstener durch den Wald über wundervolle Schotterwege – bekannt auch als Marita-Kipinski-Traumstrecken. In der landschaftlich wunderschönen Oberlausitz traf man auf zweisprachige Ortsschilder - deutsch und sorbisch.

3. Etappe (2. August): von Görlitz nach Bolkow/Polen (114 km)

Von wunderschönen Hotel „Dein Gutshof“ in einem kleinen Dorf vor Görlitz ging es durch die Altstadt über die Neiße-Brücke in den polnischen Teil der Stadt. „Das ist gelebtes Europa“, bemerkte Marita Kipinski tief bewegt.

4. Etappe (3. August): von Bolkow nach Javornik/Tschechien (120 km)

Nach einem guten polnischen Frühstück machten sich die Radler auf den 119 km langen Weg von Bolkow (PL) nach Jarvornik (CZ). Kurz vor Freiburg in Schlesien (Świebodzice) zog ein Gewitter auf. Die Dorstener suchten Schutz auf dem dortigen internationalen Verkehrsflughafen und bekamen dazu außerdem typisch polnischen Kaffee mit echtem Prütt.

5. Etappe (4. August): von Javornik nach Komorno/Polen (111 km)

Gestärkt vom Frühstück und gut geschmiert vom vorabendlichen Becherovka ging es um 8.30 Uhr auf die vorletzte Etappe von Jarvornik (CZ) nach Komorno (PL). Dass die Gruppe die Staatsgrenze zwischen Tschechien und Polen überquert hatte, machten die Radler allerdings nicht an Schlagbäumen oder Hinweisschildern fest. Adam Juzek erläuterte: „Das könnt ihr hören! In jedem Dorf läuten heute die Glocken zum Gottesdienst. Und alle gehen hin. Wir auch!“

6. Etappe (5. August): von Komorno nach Rybnik (80 km)

Um Punkt 14 Uhr trafen die Radler mit Klingeln und Winken am Rondo Dorsten (Kreisverkehr) in der Partnerstadt Rybnik ein. Sie wurden dort von Stadtpräsident Piotr Kuczera und einer riesigen Medienmeute empfangen. Übrigens trafen die Dorstener Helden über drei Stunden vor der Spitzengruppe der Tour de Pologne ein. Beim Mitradeln hatten sie sich schon früh, wegen der deutlich zu geringen Durchschnittsgeschwindigkeit des Hauptfeldes, von der Tour abgesetzt.

Tag 8 (7. August): in und um Rybnik (38 km)

Nach einem geselligen Abend mit den polnischen Freunden stand am Dienstagmorgen zunächst Ausschlafen auf dem Programm. Um 10 Uhr wurden die Dorstener Radler dann von einer Gruppe aus Rybnik, mit dem stellvertretenden Stadtpräsidenten Piotr Maslowski an der Spitze, zu einer Radtour rund um Rybnik abgeholt.

Zurück in Dorsten: Die Charity-Radler sind wohlbehalten zurück in Dorsten. Im letzte Video berichten sie von ihren Highlights.

Wer den Spendenaufruf für das Dorstener Frauenhaus unterstützen möchte, kann eine Spende einzahlen auf ein Konto des Vereins „Dorsten dankt Dir“: Sparkasse Vest Recklinghausen (IBAN DE32 4265 0150 0090 2537 09) oder Vereinte Volksbank eG (IBAN DE98 4246 1435 0186 5524 00). Bitte als Stichwort „Frauenhaus“ angeben. Wer eine Spendenquittung benötigt (ist erst ab 200 Euro beim Finanzamt erforderlich, bis dahin reicht der Kontoauszug) sollte auf der Überweisung auch seine Postanschrift mit angeben.
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