Der blaue Karmann schnurrt unter Strom

Klimaschutzpreis verliehen

RWE verlieh am Freitag den Dorstener Klimaschutzpreis. Die "Dorstener Arbeit" gewann den "Hauptpreis" in Höhe von 3000 Euro.

Drosten

, 27.03.2015, 18:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Gewinner des diesjährigen Klimaschutzpreises.

Die Gewinner des diesjährigen Klimaschutzpreises.

Und zwar für eine Qualifizierungsmaßnahme, die in der Region für einiges Aufsehen gesorgt hat: Junge Erwachsene und Jugendliche, die ohne Job sind, bauten einen blauen Karmann Ghia aus dem Jahre 1973 auf Elektroantrieb um - eine Stromtankstelle wurde gleich mit errichtet.

"Der Wagen ist 100 Kilometer schnell und fährt 100 Kilometer weit", erklärte "Dorstener Arbeit"-Geschäftsführer Jürgen Erhard bei der Preisverleihung. Nicht nur aus Umweltschutzgründen ein erfolgreiches Projekt: "Einer aus dem Umbau-Team hat jetzt eine Lehrstelle in einer Autowerkstatt bekommen."

Sechs Bewerbungen

Bürgermeister Tobias Stockhoff und RWE-Kommunalbetreuerin Maria Allnoch konnten auch in diesem Jahr wieder Geldpreise in Höhe von insgesamt 5000 Euro vergeben. Sechs Bewerbungen gab es, vier Projekte wurden schließlich ausgewählt. "Es wäre schön, wenn sich für das nächste Jahr noch mehr Unternehmen, Vereine und Einrichtungen bei der städtischen Umweltberatung melden würden", warb Stockhoff um verstärktes Engagement für den Klimaschutzpreis.

Den zweiten Preis und damit 1000 Euro erhielt die Imkerin Karina Müller aus Wulfen. "Ich setze mich dafür ein, dass in Dorsten vermehrt Blühwiesenflächen und Insektenhotels entstehen", erklärte sie. Vor allem Kindergarten- und Schulkindern will sie in ihrer Imkerei darüber informieren, wie wichtig Bienen für eine gesunde Umwelt sind.

Zwei "alte Bekannte"

Jeweils 500 Euro erhielten zwei "alte Bekannte": der Verein für Bergbau- und Sozialgeschichte sowie das Evangelische Familienzentrum Hand in Hand in Holsterhausen. Ersterer für seinen "Interkulturellen Siedlungsgarten Fürst Leopold", der mitten in der denkmalgeschützten Zechensiedlung entstehen soll. Elf deutsche, türkische, kasachische Familien werden das ökolgisch-soziale Stück Siedlungskultur künftig gemeinsam bewirtschaften.

In der Holsterhausener "Hand in Hand"-Kita gab es ein Projekt, das den Kindern den Weg vom Baum zum Papier zeigte. Die Erzieherinnen vermittelten den Kleinen, wie wichtig der Wald für die Natur ist und dass Holz nicht unbegrenzt zur Verfügung steht.

Michael Klein

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