Zehn von elf Alten- und Pflegeeinrichtungen in Dorsten haben ihren ersten Impftermin schon absolviert. © dpa
Coronavirus

Der erste Impfdurchlauf in Dorstens Heimen ist fast abgeschlossen

Zehn von elf Alten- und Pflegeeinrichtungen hatten schon ihren ersten Impftermin. Dabei hat es manchmal etwas gedauert, bis sich ein Impfarzt gefunden hatte. Der kam nicht automatisch.

Zehn der elf Dorstener Alten- und Pflegeeinrichtungen haben ihren ersten Impftermin absolviert. Und auch der letzte Termin stehe fest, teilte die Kreisverwaltung am Dienstag (19.1.) auf Anfrage mit.

Der Bewältigung der Wiederholungsimpfung, die beim Impfstoff von Pfizer/Biontech drei Wochen nach der Erstimpfung obligatorisch ist, sehen die Einrichtungen gelassen entgegen, denn die wichtigsten Hürden sind bereits genommen: die Aufklärung von Bewohnern und Mitarbeitern, das Einholen der Einverständniserklärungen von Betreuungspersonen – und die Suche nach einem Impfarzt, die sich offenbar nicht immer problemlos gestaltet hat.

Eine Erfahrung, die zum Beispiel die AWO-Wohnstätte Dorsten gemacht hat.

„Die Finger wund telefoniert“ nach einem Impfarzt

Mehrere Tage lang habe man sich die „Finger wund telefoniert“, berichtete AWO-Fachbereichsleiterin Alexandra Sollbach, bis man eine Lösung gefunden habe.

Pressesprecherin Sandra Schubert berichtet: „Der Impfstoff war schnell bestellt. Durch die Vermittlung eines Angehörigen konnte dann der Kontakt zu Dr. Natalie Prison hergestellt werden, und die Schwierigkeit, einen Arzt zu finden, der die Impfungen durchführt, war endlich bewältigt.“ Dr. Prison arbeitet im Dorstener St. Elisabeth-Krankenhaus als Notärztin und erklärte sich bereit, als Impfärztin zu fungieren.

Corona-Impfung AWO-Wohnstätten
Auch bei der AWO ist der Corona-Impfstoff höchst willkommen gewesen. © AWO © AWO

In der vorigen Woche wurden dann alle 24 Bewohner und Bewohnerinnen und mehr als 80 Prozent der Mitarbeitenden gegen Covid-19 geimpft.

Bislang gab es keinerlei Komplikationen, die gesamte Impfung sei ohne Probleme verlaufen, sodass Einrichtungsleiter Wolfgang Besier ein positives Fazit zog: „Heute wurde ein kleiner Schritt getan in Richtung Normalität, und auch wenn es noch dauern wird, bis wieder alles so ist, wie vor der Pandemie, lässt uns die Impfung positiv in die Zukunft schauen.“ Besier: „Wir sind Frau Dr. Prison sehr dankbar. Nur durch ihren Einsatz konnten wir die Impfung so schnell umsetzen.“

Findet sich kein Arzt, hilft die Kassenärztliche Vereinigung

Hätte die Einrichtung nicht selbst einen Arzt gefunden, versichert Vanessa Pudlo von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), hätte die KV geholfen und aus ihrem Freiwilligen-Pool ein Impfteam zusammengestellt. Darauf werde ausdrücklich in den Impf-Informationen für Pflegeheime hingewiesen. Darin heißt es wörtlich: „Auch wenn Ihnen kein Arzt zur Verfügung steht, bitten wir um eine Registrierung mit Ihren erweiterten Kontaktdaten sowie der Information, dass Sie noch keinen betreuenden Arzt haben. Wir werden in diesem Fall in Kooperation mit dem regionalen Impfzentrum einen Arzt zur Impfung in Ihrer Einrichtung organisieren.“

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Geboren und geblieben im Pott, seit 1982 in verschiedenen Redaktionen des Medienhauses Lensing tätig. Interessiert an Menschen und allem, was sie anstellen, denken und sagen.
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Petra Berkenbusch

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