Der Mais ist heiß

11.09.2007, 17:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Kirchhellen Nach einer wenig erfolgreichen Getreideernte in diesem Jahr, konzentrieren sich die Landwirte nun vermehrt auf den angebauten Mais. Friedrich Steinmann, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes, stellte einen Acker zum Anbau von 14 verschiedenen Maissorten zur Verfügung, die am Montagabend begutachtet wurden.

Gleiche Bedingungen

"Es handelt sich hier um einen Feldversuch, mit dem wir versuchen, die besten Sorten herauszufiltern, um möglichst hohe Gewinne damit erzielen zu können", erklärt Steinmann den Praxisversuch nahe seines Hofes. "Interssant an diesem Versuch waren die selben Bedingungen für alle Sorten. Nicht nur, dass sie auf demselben Ackerboden angebaut wurden, auch der Dünger war für jeden Mais gleich." Dies führe zu einem objektiven Vergleich der Leistungsmerkmale.

Zu dem Treffen lud die Raiffeisen ein, die drei Vertreter von Saatzuchtfirmen beauftragte, Qualität und Erträge zu beurteilen. "Es sind unterschiedliche Voraussetzungen zu erfüllen, da es sich beim Mais um unterschiedliche Nutzungsarten handelt", berichtet der Landwirt. "Zum einen gibt es Silomais. Hier wird die gesamte Pflanze zu Futter verarbeitet. Dann gibt es den so genannten Körnermais, bei dem für uns hauptsächlich die Kolben von Bedeutung sind." Letzterer findet nach der Verarbeitung vielseitigen Einsatz. Er dient als Grundlage für viele Lebensmittel, wird aber auch für die Industrie oder Energiegewinnung gebraucht.

Am Platz des Feldversuches trafen deswegen zahlreiche Landwirte aus der Umgebung ein, um sich ein Bild darüber zu machen, welcher Mais sich für ihre Bedürfnisse am besten eignet. "Wie ich schon vermutet hatte, wird die Maisernte in diesem Jahr besonders gut ausfallen", freut sich Steinmann. "Alle angebauten Sorten überzeugen mit einer überdurchschnittlichen Leistung."

Das ist besonders deswegen erfreulich, da viele Bauern mehrere Sorten anbauen, um das Risiko einer Missernte zu streuen. Somit ist denkbar, dass die schlechte Getreideernte durch einen guten Maisertrag ausgeglichen werden könnte. kw

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