Der Polizei-Hauptwachenleiter über seine Aufgaben in Dorsten

Interview

Am 1. Juli übernahm Wolfgang Pluta die Leitung der Polizei-Hauptwache. Das ist etwas mehr als 100 Tage her – Zeit, im Gespräch mit Klaus-D. Krause eine erste Zwischenbilanz zu ziehen.

DORSTEN

von Von Klaus-Dieter Krause

, 31.10.2011, 17:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
Seit Juli ist er Chef der Dorstener Polizei-Hauptwache: Wolfgang Pluta.

Seit Juli ist er Chef der Dorstener Polizei-Hauptwache: Wolfgang Pluta.

Der Schwerpunkt liegt auf der Organisation, was mit viel Schreibkram und zahlreichen Besprechungen und Terminen verbunden ist, sowohl innerdienstlich wie auch außerhalb der Polizei.

Ich bin leider bei weitem noch nicht überall gewesen und muss manchmal zum Stadtplan greifen. Aber aus meiner Streifendienstzeit weiß ich, dass man eine Stadt ohnehin erst richtig kennen lernt, wenn man selbst vor Ort dauernd im Einsatz ist.

Nein, dafür bin ich in meinem Geburtsort viel zu stark verwurzelt. Dort leben meine Familie und meine Freunde, dort ist mein Sportverein, bei dem ich Fußball spiele.

Bereits in der Realschule wünschte ich mir, Polizeibeamter zu werden. Eine Kripo-Laufbahn hat mich nie gereizt, für mich stand fest, dass ich zur Schutzpolizei wollte, weil ich dort viel mehr Kontakt zu den Bürgern habe. 1976 habe ich meine Ausbildung absolviert, danach wurde ich in Köln eingesetzt. 1980 kam ich erstmals in die Hauptwache Recklinghausen. Nach meiner Ausbildung zum gehobenen Dienst war ich dann von 1987 bis 2007 in Gladbeck tätig, bevor ich 2007 Dienstgruppenleiter und 2009 Wachleiter in Recklinghausen wurde. 2011 wurde ich dann gefragt, ob ich die Dorstener Wache leiten möchte. Meine Antwort war: Sehr gern!

Ja, das gibt es. Vor ein paar Jahren führte Schalke 04 mit zwölf Punkten Vorsprung die Bundesliga-Tabelle an. Das letzte Mal waren die Schalker in meinem Geburtsjahr Meister geworden und ich hoffte, dass es zu meinem 50. Geburtstag erneut klappen würde – doch leider kam es anders...

Dass wir als Polizei Partner der Bürger sind. Wenn jemand ein Problem hat, darf er keine Scheu haben, zu uns zu kommen. Und dann muss er das Gefühl haben, dass wir uns nach Kräften bemühen, ihm zu helfen. Wenn wir das nicht selbst können, indem wir ihm den richtigen Ansprechpartner zur Problemlösung vermitteln.

Weil die negativen Dinge auch ihre positive Seite haben. Dass die Unfallzahlen stetig sinken, daran haben wir unseren Anteil. Dass Krawalle und Schlägereien nicht ausufern, dafür sorgen wir. Und dass Dorsten im Bereich Recklinghausen zu den guten Orten zählt, liegt auch an unserer Arbeit: Der Dorstener Bürger lebt sicher! 

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