Der Sonne entgegen

Wulfen Mehr als 30 Sprossen auf einer ziemlich wackeligen Leiter muss Peter Schieffer erklimmen. Dann hat er seine "größte Herausforderung" erreicht: Dorstens wohl größte Photovoltaikanlage.

06.09.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Seit fast zwei Wochen installiert die Wulfener Elektrofirma Heidermann die Öko-Stromanlage. Auf dem Verwaltungsgebäude der Firma ALZ am Burenkamp und einer benachbarten Halle sollen in Kürze 144 Module auf einer Gesamtfläche von 230 Quadratmetern die Sonnenenergie speichern. Ein Riesenauftrag für Geschäftsführer Peter Schieffer, nicht nur wegen der 180 000 Euro, die sich ALZ-Chef Pietro Zoldan das Projekt kosten lässt. "Geld verdiene ich damit nicht", glaubt der 63-Jährige. "Aber es ist gut, etwas für die Umwelt zu tun."

Das sieht Schieffer ein wenig anders. "Die Module halten gut 25 Jahre, aber nach zehn Jahren hat sich die Anlage amortisiert." Mit 49,8 Cent vergütet RWE jede Kilowattstunde, "die Nachfrage ist ungebrochen groß", freut sich der Heidermann-Chef, der das Unternehmen vor zwei Jahren übernommen hat und sich nun mit der Installation von Photovoltaikanlagen einen Namen in der Region machen möchte..

Statik berechnet

Es muss ja nicht gleich so eine mächtige Anlage sein, wie sie die Wulfener Spezialfirma für Luftkühler- und Kondensationsanlagen bekommt. Jedes 25 Kilogramm schwere Modul ist für die optimale Ausrichtung zur Sonne auf einem Stahlträger befestigt, der wiederum fest im Dach verankert ist. "Wir mussten vorher die Statik berechnen", erklärt Schieffer. "Aber so kann auch bei einem Orkan nichts passieren."

In Kürze geht die Anlage in Betrieb und wird in Spitzenzeiten bis zu 30 Kilowattstunden täglich ins Netz einspeisen. Den Strom selber zu nutzen, macht aus Sicht des Elektrofachmanns wenig Sinn. Doch bei einem Blackout kann ALZ die saubere Energie dann doch verwenden - ein Notstromaggregat macht?s möglich. dieb

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