Der Traum vom Ganztag

Dorsten Im vergangenen Jahr hatte die Geschwister-Scholl-Schule noch das Nachsehen, obwohl sie sich in eine optimale Ausgangsposition gebracht hatte, um als geregelte Ganztagsschule durchgehen zu können.

14.09.2007, 17:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Seinerzeit blieb die Schule aber auf der Strecke, weil das Land bevorzugt Hauptschulen in Brennpunkten im Fokus hatte und die Fördermittel begrenzt waren. Doch wegen der Hauptschuloffensive des Landes NRW mehren sich die Anzeichen, dass sowohl die Geschwister-Scholl-Schule als auch die Dietrich-Bonhoeffer-Schule noch Chancen haben, den geregelten Ganztag umzusetzen.

So liegt dem Schulausschuss in seiner nächsten Sitzung am Montag, 17.9., 17 Uhr, ein dementsprechender Beschlussvorschlag der Verwaltung vor. Darin heißt es: Die Verwaltung wird beauftragt, die bereits im Jahr 2006 für die beiden Hauptschulen gestellten Anträge zur Weiterentwicklung als Ganztagshauptschule auch unter der Prämisse weiter aufrecht zu erhalten, wenn keine Bundesmittel für investive Maßnahmen fließen. Voraussetzung ist allerdings eine Genehmigung der Bezirksregierung.

Beide Schulen sind nach wie vor an einem Betrieb als "gebundene Ganztagsschule" interessiert. In der Dietrich-Bonhoeffer-Schule sind zum Beispiel keine größeren Investitionen notwendig, da es genügend Räume für verschiedene Aktionen im Nachmittagsbereich gibt. Allerdings müsste in der Küche eine halbe Stelle auf eine ganze aufgestockt werden. Die Verwaltung rechnet nämlich mit einer Verdoppelung der Zahl der Essensteilnehmer. Allerdings müssen Sachkosten bezahlt werden. Der Betrag ist jedoch relativ gering, liegt bei 1.500 Euro im ersten Jahr. Der gebundene Ganztag soll Zug um Zug ab Klasse 5 umgesetzt werden.

Auch in der Geschwister-Scholl-Schule wird die Aufrechterhaltung des Antrages ausdrücklich befürwortet. Aus Sicht der Verwaltung und Schulleitung sind keine Erweiterungsmaßnahmen erforderlich. Für wünschenswert hält die Schule allerdings, dass die Raumausstattung verbessert wird. In der Küche muss das Personal nicht aufgestockt werden, da bereits jetzt schon an drei Tagen in der Woche alle Schüler im offenen Ganztag versorgt werden. Bei den Sachkosten ergibt sich das gleiche Bild wie an der Holsterhausener Hauptschule. eng

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