Der wohl huckeligste Radweg von Dorsten ist nach vielen Jahren immerhin geflickt

mlzRadweg

Weil Baumwurzeln am Straßenrand das Pflaster aufwarfen, war der Radweg entlang der Kirchhellener Allee eine echte Tortur. Nun wurde er geflickt - und darüber freut sich einer ganz besonders.

Dorsten

, 19.10.2019, 16:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dieser viel befahrene innerörtliche Radweg entlang der Kirchhellener Allee (B 225) war jahrelang eine echte Tortur für die Radfahrer: Die Wurzeln der mächtigen Platanen am Straßenrand hatten das Pflaster teilweise so stark angehoben, dass der stadtauswärts führende Radweg dort zur wohl heftigsten Buckelpiste in Dorsten geworden ist. Jetzt können die Radler aufatmen: Die Landesbehörde Straßen.NRW hat in den vergangenen Tagen die schlimmsten Abschnitte geglättet und neu asphaltiert.

Wichtiger Schulweg

Über die Sanierung der Flicken freut sich ganz besonders Herbert Rentmeister, Leiter der Agathaschule. „Ich habe schon vor zwei Jahren angeregt, dass sich dort bis zum Umzug unserer Schule dringend etwas tun muss.“

Denn der Radweg wird auf dem Hin- und Rückweg eine der beiden „Hauptflugschneisen“ der aus der Altstadt kommenden Kinder sein, die nach den Herbstferien am neuen Standort am Nonnenkamp zur Schule gehen werden.

Nun ist der Schulweg für die Kinder, die mit Rad fahren, deutlich sicherer geworden. Insbesondere die bisherige hohe Kante an der Einmündung der Schillerstraße hätte womöglich gefährliche Stürze heraufbeschwören können. Als „Sprungschanze“ bezeichneten Anwohner bislang nicht ohne Grund diese Stelle.

Zwei Schadstellen beiben

Zwei höhere Verwerfungen im Asphalt hingegen bleiben - sie liegen so nah an den Baumstämmen, dass der Weg dort nicht erneuert werden konnte. Die Baustelle von Straßen.NRW ist inzwischen abgeräumt. Sie hatte in den vergangenen zwei Tagen für kleinere Staus auf der Bundesstraße gesorgt, da auch die Rad-Querung über die Fahrbahnmitte neu gestaltet wurde. Deswegen musste der Verkehr einspurig laufen, eine Ampel regelte den Verkehr. Der stadteinwärts führende Radweg der Kirchhellener Allee wurde nicht saniert.

Herbert Rentmeister weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass radelnde Kinder im Alter bis zu zehn, zwölf Jahren - anders als Erwachsene - ganz offiziell Rad- und Gehwege in beiden Fahrtrichtungen benutzen dürfen. Also auch den westlichen Rad- und Gehweg der Kirchhellener Allee in Gegenrichtung von der Schule Richtung Innenstadt.

Fahrbahnmarkierungen werden noch angebracht

Die Agathaschule hat eine Schulumgebungskarte erstellt, in der die Eltern über die sichersten Schulwegführungen aus und zu den jeweiligen Wohngebieten informiert werden.

Zweiter „Hauptweg“ neben Geh- und Fußweg der Kirchhellener Allee werden die Wege entlang der Clemens-August-Straße. Dort wird die Stadt in Höhe der Kolkstraße an der schon jetzt verengten Stelle noch Fahrbahnmarkierungen anbringen, damit Autofahrer dort aufmerksam werden und Kinder die Fahrbahn sicher überqueren können.

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