Diakon Thomas Heß baut die Kinder- und Jugendarbeit für die Gemeinde auf

mlzEvangelische Kirchengemeinde

Thomas Heß hat sich keine leichte Aufgabe gestellt: Er will Kinder und Jugendliche für die Kirche begeistern. Dafür schafft er in der Evangelischen Kirchgemeinde Hervest-Wulfen Angebote.

Dorsten

, 03.02.2019, 08:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Sommer 2017 hat Thomas Heß in der evangelischen Kirchgemeinde Hervest-Wulfen als Diakon angefangen und bildet seither gemeinsam mit Pfarrerin Anke Leuning und Pfarrer Michael Laage ein multiprofessionelles Team. „Das läuft super. Wir ergänzen uns sehr gut“, sagt Thomas Heß. Neben den Schulgottesdiensten und der religionspädagogischen Arbeit in den Kindergärten, „habe ich viel Zeit für Neues“. Das „Neue“ für die Gemeinde ist eine intensive Kinder- und Jugendarbeit, die seit einigen Jahren brachgelegen hat.

Ex-Konfi-Fahrt und Jugendtreff

„Wir haben nach der Konfirmation im letzten Jahr mit den Ex-Konfirmanden, die Lust darauf hatten, eine Fahrt gemacht“, nennt Thomas Heß eine seiner Ideen. Mit dem Kanu fuhren die Jugendlichen von Hervest nach Gahlen, saßen am Lagerfeuer, feierten einen Jugendgottesdienst. Danach lud Thomas Heß sie ein, zum Jugendtreff ins Café Keller an die Glück-Auf-Straße nach Hervest zu kommen. „Den habe ich nach einer Weihnachtsfeier für die Jugendlichen der Gemeinde ins Leben gerufen, weil sie gerne wiederkommen wollten.“ Denn in dem Keller gibt es einen Billardtisch, einen Kicker und eine Theke. Mittlerweile ist aus dem monatlichen ein wöchentliches Treffen geworden, das immer mittwochs von 17 bis 19 Uhr stattfindet. Über neue Jugendliche würde sich die Gruppe sehr freuen, auch aus Wulfen-Barkenberg.

Kontaktstunde und Kiddy-Treff

Während die Jugendarbeit der Gemeinde derzeit vor allem in Hervest stattfindet, entwickelt Thomas Heß in Wulfen-Barkenberg die Arbeit mit den Kindern weiter. In der Grünen Schule hat er eine regelmäßige Kontaktstunde für die Dritt- und Viertklässler eingeführt. „Dort setzen wir biblische Geschichten spielerisch um.“ Ein niederschwelliges, freiwilliges Angebot zu schaffen, war ihm wichtig. „Ich möchte schon die Kinder erreichen, weil meine Erfahrung zeigt, dass es wichtig ist, bereits im Kindesalter einen Kontakt zur Kirche aufzubauen. Dann werden die Kinder später vielleicht ehrenamtliche Mitarbeiter.“

Ab dem 7. Februar wird es wöchentlich donnerstags von 16 bis 17.30 Uhr einen Kiddy-Treff geben. „Dort wird dann gemeinsam gespielt und gebastelt.“ Thomas Heß hat dafür extra einen Raum im Keller des Evangelischen Gemeindezentrums Barkenberg an der Talaue hergerichtet. Eine Theke hat er günstig erworben, Spiele gekauft, ein kuscheliger lilafarbener Teppich wurde verlegt. „Jedes Grundschulkind ist willkommen“, macht der Diakon Werbung und hofft auf viele Teilnehmer.

Langer Atem wird gebraucht

Eine Kinder- und Jugendarbeit aufzubauen, erfordert einen langen Atem. „Eine erfahrene Kollegin hat mal gesagt, dass man zwei Jahre investieren muss, bis die Jugendlichen auch bereit sind, selbst etwas für die Gemeinde zu tun.“ Eine engere Bindung zu den Jugendlichen hofft er auch bei Fahrt zum Kirchentag nach Dortmund aufzubauen. „Sie haben auch den Wunsch geäußert, zur Gamescom zu fahren. Das könnte ich mir auch gut vorstellen.“

Irgendwann, so hofft er, werden sich dann Kinder- und Jugendarbeit miteinander verknüpfen. Die Kinder werden zu jugendlichen Mitarbeitern und die Jugendlichen betreuen vielleicht die Kinder mit. Und wenn es irgendwann genug Jugendliche in der Gemeinde gibt, könnte auch mal eine große Fahrt im Sommer organisiert werden, überlegt Thomas Heß.

Wer noch mit zum Kirchentag fahren will, kann sich im Gemeindebüro unter Tel. (02369) 24704 oder direkt bei Thomas Heß unter Tel. (02369) 6057186 oder per E-Mail thomas.hess@kk-ekvw.de melden. Eine junge Frau, die die Fahrt als Betreuerin ehrenamtlich begleiten möchte, wird ebenfalls noch gesucht.
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