Die Corona-Pandemie hält den Bühnentanz im Extremzustand

Erneut hat sich die aus Dorsten stammende Choreografin Patricia Carolin Mai mit „Körpern in Extremzuständen“ befasst. Die Corona-Pandemie ließ ihr für ein neues Stück keine andere Wahl.
Die Begegnungen mehrerer Körper fanden für das Tanzstück „Wahn“ bisher nur auf der Leinwand statt. © Patricia Carolin Mai

Eigentlich hatte die aus Dorsten stammende Tänzerin und Choreografin Patricia Carolin Mai mit ihrer langjährigen Recherche über Körper in Extremzuständen abgeschlossen. Nach dem 70-Personen-Stück „Hamonin“ und dem Solo „Kontrol“ wollte die Wahl-Hamburgerin den klassischen Bühnenraum verlassen und in einen neuen Raum eintauchen: Im Hamburger Museum für Kulturen und Künste der Welt wollte sie sich mit der Geschichte exponierter Körper auseinandersetzen.

„Wahn“ sollte ein Gruppenstück mit 17 Menschen allen Alters aus Hamburg werden, doch wegen des andauernden Extremzustands der Pandemie wurden aus den gemeinsamen Proben im Museum Treffen per Zoom. Aus dem geplanten Bühnenstück wurde ein Film von und mit 17 tanzbegeisterten Menschen zwischen 20 und 85 Jahren, die den Blick auf ihren Pandemie-bedingten Rückzug richten, auf dem eigenen, isolierten Körper.

Auf die Filmpremiere folgt jetzt das Bühnenstück

Nachdem der Film am 1. Mai Premiere hatte, wird er jetzt doch in einer Bühnenfassung zu sehen sein. Dafür kommt Patricia Carolina Mai mit ihrem Ensemble ins Ruhrgebiet, wo sie am Mülheimer Ringlokschuppen am Schloss Broich binnen zehn Tagen den Film zu einem Bühnenstück „umbaut“.

Das Stück ist zu sehen am 4. Juni (Freitag) um 20 Uhr im Rahmen des Open-Air-, Stream- und Videocall-Festivals „ARK Mülheim – Das Sommererwachen“. Die Stream-Tickets gibt es demnächst auf www.ringlokschuppen.ruhr .

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