Rebecca Stog hat die Impfung gut überstanden. © privat
Coronavirus

Die Dorstenerin Rebecca Stog hat die Corona-Impfung gut überstanden

Die mobilen Impfteams waren noch nicht da, aber die ersten Dorstener konnten sich schon gegen Corona impfen lassen. Rebecca Stog bekam die Spritze an ihrem Arbeitsplatz in Bottrop.

Als am Sonntag im ganzen Land mit den ersten Impfungen begonnen wurde, war Dorsten noch nicht dabei. Dass Rebecca Stog dennoch zu den ersten Dorstenern gehört, die gegen Corona geimpft worden sind, hat mit ihrem Arbeitsplatz zu tun.

Die Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderung in Bottrop, in der die junge Frau angestellt ist, hatte am Sonntag Besuch von einem mobilen Impfteam.

In der Einrichtung sei die Impfbeteiligung gut gewesen, berichtet Rebecca Stog am Tag danach. Unter den rund 25 Bewohnern sowie den etwa 50 Mitarbeitern habe es kaum welche gegeben, die das freiwillige Impfangebot nicht genutzt hätten. Auch weitere Kollegen aus Dorsten gehörten dazu, berichtet Rebecca Stog.

Die Pflegeheime müssen vor den Impfungen vieles organisieren. © dpa © dpa

Für sie sei es von Anfang an klar gewesen: „Ich lasse mich impfen.“ Sie habe ein paar Allergien, aber die hätten der Impfung nicht entgegengestanden. Den harmlosen Pieks in den Arm habe sie an Tag 1 noch einige Zeit gespürt, jetzt erinnere lediglich noch ein kleiner blauer Fleck an die Spritze, die in 21 Tagen wiederholt werden muss.

Sehnsucht nach einer Umarmung der geliebten Oma

Irgendwann danach, freut sich Rebecca Stog, dürfe sie endlich ihre geliebte Oma wieder in den Arm nehmen. Und sich vielleicht mit Freunden treffen. Das sind die privaten Wünsche. Aber es gibt auch eine Menge dienstliche.

Die Menschen mit Behinderungen, mit denen sie als Wohngruppen-Koordinatorin arbeite, hätten zwar verstanden, dass die Pandemie Einschränkungen erfordere, erzählt Rebecca Stog, aber auch sie dürste es nach Nähe. Auch sie würden sich freuen, ihre Betreuer mal wieder ohne Mund-Nase-Schutz und Face-Shield zu sehen.

„Und wir würden uns für unsere Bewohner freuen, wenn die endlich mal wieder normalen Umgang mit ihren Familien pflegen könnten.“ Nach den etwas entspannteren Sommermonaten sei das ja inzwischen wieder schwieriger geworden.

„Unsere Bewohner sind für uns die Helden der Coronakrise“

Rebecca Stog spricht fürs ganze Team, wenn sie ihre Bewohner zu den „Helden der Coronakrise“ erklärt. „Die haben das echt mega gemacht“, lobt sie deren Bereitschaft, sich an Abstandsregeln zu halten und den Kontakt zur Familie zeitweise nur per Skype zu halten.

Jetzt hätten die es aber auch verdient, der Normalität ein bisschen näher zu kommen. In der Einrichtung besteht die Hoffnung, dass die Impfung in ein paar Wochen das gewohnte Alltagsleben zurückbringt.

Für Rebecca Stog und ihre Familie ist das noch Zukunftsmusik. Fast alle Familienmitglieder arbeiten in sozialen und pflegerischen Berufen, es wird noch lange dauern, bis Corona für alle Geschichte ist. Aber alle seien entschlossen, sich impfen zu lassen, sobald sie dran seien, erzählt die 28-Jährige. Und sie hofft, dass ihr problemloser Impfverlauf auch die letzten Skeptiker im Freundes- und Familienkreis überzeugen kann, dass Corona nur gemeinsam und in Solidarität zu besiegen ist.

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Geboren und geblieben im Pott, seit 1982 in verschiedenen Redaktionen des Medienhauses Lensing tätig. Interessiert an Menschen und allem, was sie anstellen, denken und sagen.
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Petra Berkenbusch

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