Die Schlägerei war "total unreif und blöd"

Verhandlung am Amtsgericht

"Total unreif und blöd" - so beschrieb der Jugendgerichtshelfer das Geschehen um eine Schlägerei am 2.9.2012, für die sich drei junge Männer am Mittwoch (13.11.) vor dem Jugendschöffengericht verantworten mussten. Eines der Opfer hat bis heute mit den Folgen der Schlägerei zu kämpfen.

Dorsten

von Von Berthold Fehmer

, 13.11.2013, 16:44 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dabei wurden sie von den anderen verfolgt. Etwa eine Dreiviertelstunde gingen die Wortgefechte. Ein 19-jähriger Zeuge gab zu, dass er zuerst zugeschlagen habe, als einer der Angeklagten auf ihn zugerannt kam und die Hände zum Hals streckte. Als beide zu Boden fielen, verletzte sich der 19-Jährige am Arm, der Angeklagte war sogar bewusstlos. Schlimmer erging es einem anderen 19-Jährigen, der es mit dem Hauptangeklagten zu tun bekam: Als er von diesem geschubst wurde, fiel er die Böschung zu einer Tiefgarage herunter und brach sich das Ellenbogengelenk. Drei Operationen und mehr als ein Jahr später kann er den Arm noch immer nicht richtig beugen und strecken – vielleicht ein dauerhafter Schaden. Es sei keine Absicht gewesen, sagte der Hauptangeklagte. Er habe gar nicht gewusst, dass sich dort eine Tiefgarage befinde. Wegen vorsätzlicher Körperverletzung wurde er zu 60 Stunden gemeinnütziger Arbeit verdonnert. Richterin Lisa Hinkers: „Wenn es damit nicht klappt, dann pack‘ dich mal warm ein!“ Gegen die beiden anderen Angeklagten wurde das Verfahren eingestellt.

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