Die vogelfreundliche Hardt bekommt 120 Nistkästen

Bürgerbudget

Eine ganze Reihe von Aktionen hat die Stadtteilkonferenz „Gemeinsam Hardt“ in diesem Jahr auf den Weg gebracht. Über die jüngste Idee werden sich vor allem Vogel- und Insektenfreunde freuen.

Hardt

, 28.09.2019, 16:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die vogelfreundliche Hardt bekommt 120 Nistkästen

Eine Kohlmeise fliegt aus einem Nistkasten, um Essen für ihre Jungen zu suchen. © picture alliance / Bernd von Jut

Eine Bank am Kanal, eine weitere am Bolzplatz. Ein renovierter Drachen auf dem Schulhof der Pestalozzischule, ein Apfelwald. Mit Geld aus dem Bürgerbudget ist in diesem Jahr auf der Hardt schon einiges möglich gemacht worden. Das hat Heiko Raffel und Bernhard Koch schon vor der vierten Stadtteilkonferenz „Gemeinsam Hardt“ optimistisch gestimmt. Und sie wurden nicht enttäuscht.

120 Nistkästen für 1500 Euro

Das Angebot, das die beiden Hardter am Mittwochabend den rund 60 Teilnehmern im Gemeindehaus an der Friedenskirche unterbreiteten, war aber auch zu verlockend: Für 1500 Euro gibt es 120 Nistkästen für Kleinvögel und ein Insektenhotel. 1125 Euro werden übers Bürgerbudget finanziert, „der Eigenanteil von 375 Euro ist dank einiger Sponsoren schon gesichert“, rechnete Bernhard Koch vor.

Da gingen nach einer Beratungspause alle Hände bei der Abstimmung hoch. Doch auch auf der vogelfreundlichen Hardt lassen sich Meise oder Zaunkönig nicht so gerne in einem gemachten Nest nieder.

Bürgerbudget noch nicht ausgeschöpft

„60 Nistkästen werden an Anwohner verteilt, denn es ist wichtig, dass sich jemand kümmert und die Kästen zweimal im Jahr reinigt“, sagen die Initiatoren. Die übrigen Nistkästen sollen wohl in einer Gemeinschaftsaktion im Ortsteil aufgehangen werden. Und das Insektenhotel würde vielleicht gut in den Apfelwald passen.

Die Stadtteilkonferenz hat somit in diesem Jahr einen Großteil des Geldes aus dem Bürgerbudget verplant, 1054 Euro sind aber noch übrig. Weil „Gemeinsam Hardt“ erst im Januar oder Februar 2020 wieder zusammenkommt, sicherte Bürgermester Tobias Stockhoff zu, weitere Anträge im Büro für Bürgerengagement und Ehrenamt gegebenenfalls nicht nur zu prüfen, sondern auch zu entscheiden.

Das wäre wohl immer noch besser, als das Geld verfallen zu lassen.

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