"Dilletantische" Einbrecher waren geständig

DORSTEN „Hätten wir alle Zeugen hören müssen und hätten Sie nicht gestanden, dann wären Sie heute sicherlich teurer weg gekommen.“ Mit diesen Worten verabschiedete Richterin Regine Heinz am Donnerstag die Angeklagten vor dem Schöffengericht.

von Von Andre Förster

, 12.03.2009, 12:23 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im März 2007 waren sie mit weiteren, teilweise unbekannten Tätern auf das Gelände einer Dorstener Rohrleitungsbaufirma eingedrungen und entwendeten Edelstahlplatten, Rohre und Seitenteile im Wert von 75 000 Euro. Mit einem gemieteten Transporter und dem LkW einer Bekannten hatten sie Teile des Diebesguts dann nach Herne transportiert, um es dort weiterzuverkaufen. Über 5000 Kilogramm Stahl wollten die arbeitslosen, in Dorsten lebenden Angeklagten an die Herner Firma loswerden und so 12.000 Euro verdienen, doch bei der geplanten Geldübergabe durchkreuzte die Polizei ihre Pläne. Siegmund Benecken, Pflichtverteidiger des 31-jährigen Vaters von fünf Kindern, bezeichnete die Tat seines Mandanten als „dilettantisch und laienhaft“.

Da sich die Kosovo-Albaner geständig zeigten und so die rund zehn Zeugen nicht angehört werden mussten, ersparte das Gericht den Angeklagten höhere Strafen.  Richterin Heinz verurteilte sie zu jeweils einem Jahr auf Bewährung, die Bewährungsfrist beträgt für beide jeweils drei Jahre. Durch diese Strafe ist den Angeklagten eine Einbürgerung nicht mehr möglich.

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