Dimker Wiese: Stadt hat Grundstück von der LEG gekauft und lässt spannende Wohnprojekte zu

mlzWohnen der Zukunft

Die Verhandlungen waren zäh, aber erfolgreich. Die Stadt hat von der LEG ein großes Grundstück in Barkenberg kaufen können. Dort sollen neue Wohnungen und Häuser gebaut werden.

Wulfen-Barkenberg

, 18.02.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für den Verein „Nachbarschaft Dimker Wiese“ waren es gute Nachrichten, als die Stadt den Kaufvertrag über das Grundstück „Dimker Wiese“ in Barkenberg mit der LEG besiegeln konnte. Seit zwei Jahren möchte eine Initiative von Barkenbergern ein genossenschaftliches Wohnprojekt fürs Alter in direkter Nachbarschaft der Schwarzen Finnstadt verwirklichen.

Jetzt kann Architekt Hannes Schmidt-Domogalla mit den Planungen richtig loslegen: „Wir wollen in drei Jahren in die Wohnungen einziehen“, sagte Vereinsvorsitzender Hansjürgen Rosenkranz auf unsere Anfrage.

Barrierefrei sollen die Wohnungen sein. Bezahlbar überdies. Und „wärmetechnisch“ auf dem neuesten Stand sein: So sehen die Vorstellungen der Vereinsmitglieder aus. „20 bis 30 Wohnungen sollten es schon sein“, so Hansjürgen Rosenkranz.

Unterstützt wird der Verein Dimker Wiese nicht nur von seinem Architekten, der schon etliche altersgerechte Wohnprojekte entworfen und erfolgreich umgesetzt hat, wie zum Beispiel das Wohnen auf dem Gelände der ehemaligen Blauen Schule in Barkenberg. Sondern auch von einer genossenschaftlichen Wohnkooperative, der Ko-Operativ eG mit Sitz in Bochum. „Wir schließen uns an. Das hat den Vorteil, dass wir nicht selbst eine Genossenschaft gründen müssen“, sagt der Vereinsvorsitzende.

Kosten beim Bauen sparen

Die Ko-Operative hat sich darauf spezialisiert, Tipps zu geben, damit Kosten beim Bauen gespart werden können. Denn Bauen allgemein ist teuer geworden. „Besonders die Baupreise sind gestiegen, teilweise sind es aber auch Realisierungsstandards oder Ansprüche an das Wohnen, die zu Kostentreibern werden“, heißt es auf der Homepage der Ko-Operative.

Weitere Unterstützung bekommt der Verein „Nachbarschaft Dimker Wiese“ von der Wohnbundberatung NRW. Auch sie sitzt bei der Projektentwicklung und Beratung mit im Boot. In drei Jahren einziehen zu können, ist aus Sicht des Vereins „Dimker Wiese“ durchaus machbar.

Weitere Wohnprojekte sind möglich

Damit ist das Riesengrundstück, das der Y-Bau mit dem Abriss beim Stadtumbau West preisgegeben hat, aber noch nicht vollständig erschlossen. Die Stadt hat zur städtebaulichen Neuordnung und Entwicklung der Fläche ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet, teilt Stadtsprecher Ludger Böhne auf Anfrage mit.

Mit einer Veränderungssperre wurde verhindert, dass mit dem Verkauf der LEG-Häuser und -Grundstücke in Barkenberg Investoren weitere hohe Häuser mit vielen Wohneinheiten errichten können.

Der Verein Nachbarschaft Dimker Wiese ist parteipolitisch, wirtschaftlich und konfessionell neutral und unabhängig. Die Finanzierung erfolgt über eine Genossenschaft. Vereinsmitglieder treffen sich monatlich im Café Pott, Surick 215, 46286 Dorsten. Weitere Infos und Kontakt: Nachbarschaft Dimker Wiese
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