Stadtdialog

Dorsten denkt über einen „Tag des Grundgesetzes“ nach

Die Corona-Pandemie hat in Dorsten den Stadtdialog für Menschenwürde, Demokratie und Respekt ins Stocken gebracht. Doch jetzt gibt es unterschiedliche Ansätze, die Aktion fortzuführen.
Bürgermeister Tobias Stockhoff hatte zu einer Videokonferenz geladen, um zu diskutieren, wie es mit der Dorstener Erklärung "Stadtdialog" weitergeht. © Stadt Dorsten

Mehrere hundert Menschen haben bislang die Dorstener Erklärung „Stadtdialog“ unterzeichnet. Das sind weit weniger als erhofft, die Resonanz ist aber vor allem der Corona-Pandemie geschuldet. „Werbung“ zu machen für diese Selbstverpflichtung, die das Zusammenleben der Menschen in Dorsten beschreibt, war in den letzten Monaten kaum möglich.

Hier können Sie der Dorstener Erklärung digital zustimmen.

Vor wenigen Tagen haben sich fast 30 Menschen, darunter viele Vereinsvertreter aus der Stadt, auf Einladung von Bürgermeister Tobias Stockhoff in einer Videokonferenz Gedanken gemacht, wie es in diesen unruhigen Zeiten mit dem Stadtdialog weitergehen könnte. Die Kernidee für 2021: ein Tag oder gar eine Woche des Grundgesetzes. „Es gibt aber auch viele praktische Ideen und bereits laufende Projekte aus der Bevölkerung“, betont Stockhoff.

Fünf Arbeitsgruppen gegründet

In der Konferenz wurde festgelegt, dass zeitnah fünf Arbeitsgruppen gebildet werden:

  • Die Arbeitsgruppe „Inhalte“ definiert die Themenschwerpunkte für das jeweils folgende Jahr (z. B. ein Jahresthema).
  • Die Arbeitsgruppe „Dezentral/Präsent“ entwickelt und fördert Ideen, die sich für (dezentrale) Präsenzaktionen (je nach Corona-Lage) im Stadtgebiet eignen. Das Ziel ist es, stetig auf den Stadtdialog aufmerksam zu machen und weitere Bürgerinnen und Bürger zu gewinnen.
  • Die Arbeitsgruppe „Social Media/Online-Challenge“ wird digitale Angebote in den Fokus nehmen.
  • Die Arbeitsgruppe „Tag/Woche des Grundgesetzes“ beschäftigt sich mit der Vorbereitung des Dorstener Tages bzw. der Dorstener Woche des Grundgesetzes.
  • Die Arbeitsgruppe „Integration“ will den Fokus auf die Vermittlung der Werte des Grundgesetzes im Bereich von Menschen mit Migrationshintergrund legen sowie auf das menschliche Zusammenleben (z. B. Engagement gegen Rassismus) in der Stadt.

„Kein Arbeitsgruppentitel und auch kein Aufgabenbereich ist in Stein gemeißelt. Die Arbeitsgruppen werden bei ihrem ersten Treffen, ob in Präsenz- oder als Videokonferenz, sicherlich noch ausreichend Gelegenheit haben, um über Schwerpunkte und Namen zu beraten“, sagt Bürgermeister Tobias Stockhoff. Wichtig sei allen Teilnehmern gewesen, dass trotz der schwierigen Rahmenbedingungen jetzt die nächsten Schritte gegangen werden.

Der Stadtrat hatte die Erklärung in seiner letzten Sitzung vor der Kommunalwahl verabschiedet. Sie geht auf eine Initiative des Bürgermeisters zurück. Zwei Jahre dauerten die Vorbereitungen für den „Zehn-Punkte-Plan“.

Bürger, die in den Gruppen mitarbeiten möchten, können sich melden im Büro für Bürgerengagement und Sport bei Joachim Thiehoff unter der Rufnummer (02362) 663334 oder per E-Mail an joachim.thiehoff@dorsten.de.

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