Tatorte in Dorsten, Haltern und Marl

Einbrüche in Corona-Teststellen: Prozess gegen Dorstener (36) beginnt

Ein Serieneinbrecher soll in Dorsten, Haltern, Marl und Umgebung in Coronatest-Containern auf Beutezug gegangen sein. Es geht um mehr als 20 Taten. Ein Video lieferte eine Spur.
Ein 36-jähriger Mann aus Dorsten soll in Marl, Haltern und Umgebung in Serie in Coronatest-Containern auf Beutezug gegangen sein. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

Vor dem Essener Landgericht beginnt am Freitag (15. Juli) ein Einbrecher-Prozess gegen einen 36-jährigen Mann aus Dorsten, der in Marl, Haltern und Umgebung in Serie in Coronatest-Zentren auf Beutezug gegangen sein soll. Der Tatverdächtige sitzt seit Anfang März in Untersuchungs-Haft.

Laut Staatsanwaltschaft soll der vielfach vorbestrafte Dorstener im Dezember 2021 und Januar 2022 mehr als 20 Einbrüche verübt und Gegenstände im Wert mehrerer tausend Euro erbeutet haben. Bei den Einbrüchen soll sich der 36-Jährige auf Container konzentriert haben, die als Corona-Teststelle genutzt werden.

Am 18. Dezember 2021 soll der Serieneinbrecher in Dorsten an der Kurt-Schumacher-Straße einen Laptop, einen WLAN-Würfel sowie Coronatests im Wert von 800 Euro gestohlen haben. Knapp einen Monat später soll er in Haltern an der Lippspieker Straße aus einem Test-Container drei Laptops erbeutet haben. In Marl soll der Angeklagte im Januar in Testzentren an der Brassertstraße und der Zechenstraße einen Heizstrahler, ein Klimagerät und diverse Elektrogeräte im Wert von mehreren tausend Euro mitgehen lassen haben.

Die Ermittler waren dem Dorstener offenbar nach einem anonymen Hinweis aufgrund veröffentlichter Videoaufnahmen von dem Coup in Haltern auf die Spur gekommen. Dem 36-Jährigen droht eine mehrjährige Haftstrafe.

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