Dorstener Drahtwerke fördern „Kein Kind ohne Schulabschluss“ - Projekt beginnt

Bildungsprojekt

Vor zwei Jahren haben die Dorstener Drahtwerke anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens 100.000 Euro für das Projekt „Kein Kind ohne Schulabschluss“ gespendet. Jetzt startet die Praxisphase.

Dorsten

von Jana Mengede

, 14.02.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dorstener Drahtwerke fördern „Kein Kind ohne Schulabschluss“ - Projekt beginnt

Vertreter der Dorstener Drahtwerke, der Dorstener Arbeit, des pädagogischen Beirats, der Stadtverwaltung und der Hauptschulen stellten am Donnerstag die Projektstruktur vor. © Jana Mengede

Die Dorstener Drahtwerke unterstützen Schüler der Dietrich-Bonhoeffer-Schule und der Geschwister-Scholl-Schule im Hinblick auf einen erfolgreichen Schulabschluss. Nach einer längeren Vorbereitunsphase fällt am 20. Februar der Startschuss für das Projekt „Kein Kind ohne Schulabschluss“ an den beiden Dorstener Hauptschulen.

100.000-Euro-Spende zum Jubiläum

Anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens haben die Dorstener Drahtwerke vor zwei Jahren 100.000 Euro für das Projekt an die Stadt Dorsten gespendet. Geschäftsführer Volker Tüshaus erklärt den Hintergrund: „Die Idee kam mir während meiner Mitarbeit bei der Initiative Kein Abschluss ohne Anschluss des Landes NRW“.

Jetzt lesen

Hierbei entwickelt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales unter Einbeziehung lokaler Akteure und Partner ein nachhaltiges Übergangssystem von Schule zu Beruf. „Doch ich habe gesehen, dass man damit nicht alle erreicht“, so Tüshaus.

Werkstattbereiche sollen Praxiserfahrung ermöglichen

So entstand die Idee, ein Projekt auf die Beine zu stellen, das den Schülern direkt zugutekommt. Anke Schumacher, Prokuristin der Dorstener Arbeit, erläutert, wie das konkret aussehen wird: „Wir haben zwei Werkstattbereiche eingerichet, in denen insgesamt 16 Schüler abwechselnd praktische Anwendungsbereiche der Fächer Mathematik und Deutsch kennenlernen“. Ziel sei es, den Schülern aufzuzeigen, „wofür man das, was man in der Schule lernt, im Leben gebrauchen kann“, so Schumacher.

Der Startschuss fällt am 20. Februar: Ab dann arbeiten acht Schüler in der Holzwerkstatt daran, ihre Mathematikkenntnisse zu vertiefen, indem sie Berechnungen vornehmen und kleinere Möbel bauen. Die anderen acht Schüler arbeiten in der Küche ihrem Textverständnis, indem sie Rezepte lesen, verstehen - und gleichzeitig das Essen für alle Projektteilnehmer zubereiten. Die Werkstätten werden im Wochenrhythmus getauscht.

Viel Lob für den ganzheitlichen Ansatz

Ein Projektteam, bestehend aus Vertretern der lokalen Wirtschaft, sozialen Trägern der Stadt und der Schulen - das ist ein Novum in Dorsten. Alle Beteiligten äußern sich sehr positiv über diesen ganzheitlichen Ansatz, denn nur so könne die Nachhaltigkeit des Projekts gewährleistet werden.

Bürgermeister Tobias Stockhoff lobt den Ansatz der Gebrüder Tüshaus, „den Fokus auf die Schüler zu legen, die es nicht so leicht haben auf dem Weg zum Schulabschluss“. Auch die Schulleiter Dirk Börger und Johannes Berger freuen sich und sind dankbar für die Unterstützung. Sie hoffen auf positive Ergebnisse, „damit mehr Schüler ihren Schulabschluss schaffen“, so Börger. In Dorsten verlassen pro Jahr rund 25 Schüler die Schule ohne Abschluss.

Lesen Sie jetzt