Den ganzen Tag über waren die Dorstener Feuerwehrleute in Wuppertal im Einsatz, pumpten Keller leer und schützen ein Altenheim mit Sandsäcken. © Feuerwehr Dorsten
Hochwasser

Dorstener Feuerwehr schützte Altenheim vor Überflutung

Der Hochwasser-Einsatz der Dorstener Feuerwehr ist vorläufig beendet. Die Einsatzkräfte haben u.a. geholfen, ein Altenheim in Wuppertal vor den Wassermassen zu schützen.

Es war spät am Donnerstagabend, als die letzten der 21 Dorstener Feuerwehrmänner zurück waren in der Heimat. Der Tag in Wuppertal war lang gewesen, der Kampf gegen die Wassermassen anstrengend. Aber am Ende des Tages stand die Erkenntnis: Es hatte sich gelohnt.

Die Männer aus den Löschzügen Hervest 1, Lembeck und Altendorf-Ulfkotte waren an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet von Wuppertal zum Einsatz gekommen. So mussten unter anderem vollgelaufene Keller ausgepumpt oder ein Altenheim mit Tauchpumpen und eine Tragkraftspritze gesichert werden. „Die zur Wupper zugewandte Gebäudeseite konnte mit Sandsäcken gesichert werden und so konnten die fast 100 Bewohner in ihrem gewohnten Domizil verbleiben“, berichtete Feuerwehrsprecher Dirk Heppner.

Kabelbrand im Keller

Während der Arbeiten kam es vermutlich durch das Hochwasser zu einem Kabelbrand im Keller, wodurch die automatische Brandmeldeanlage auslöste. Im betroffenen Gebäudeteil wurde daraufhin der Strom abgeschaltet.

Nach Einsätzen in Wuppertal, Bochum, Engelskirchen und Unna sind in der Nacht zu Freitag weitere Einsatzkräfte aus dem Kreis Recklinghausen in den Rhein-Sieg-Kreis aufgebrochen. Angefordert wurde gegen 2 Uhr ein Patiententransportzug bestehend aus rund 20 Rettungskräften, Notärzten und zehn Rettungsfahrzeugen. Ebenfalls aktuell im Einsatz befinden sich Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW), die bereits am Donnerstag unter anderem in Mülheim 11.000 Sandsäcke gefüllt hatten und auch heute mit einer Sandsackfüllmaschine vor Ort sind.

Hilfe ist auch in den nächsten Tagen nötig

Kreisbrandmeister Robert Gurk, der am Donnerstag gegen 22 Uhr aus Wuppertal zurückkehrte, geht davon aus, dass in den nächsten Tagen noch viele weitere Anforderung aus den Katastrophengebieten kommen werden. „Die Feuerwehren und die Hilfsorganisationen gehen zurzeit an ihre Belastungsgrenzen, um dort zu helfen, wo sie gebraucht werden“, erklärt Gurk.

Welche Aufgaben von den Kräften vor Ort übernommen werden, koordinieren die Einsatzleitungen vor Ort. Die Dorstener Feuerwehr wurde am Freitag nicht angefordert, in den kommenden Tagen seien aber weitere Einsätze möglich, bestätigte Feuerwehr-Chef Andreas Fischer auf Anfrage.

Landrat Bodo Klimpel teilte aus dem Urlaub mit: „Mein Dank gilt den Einsatzkräften der Feuerwehren, der Hilfsorganisationen und allen unermüdlichen Helfern, die mit aller Kraft bis zur Erschöpfung dazu beitragen, dass dieses Unglück nicht noch größere Ausmaße annimmt.“

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Veränderungen gab es immer, doch nie waren sie so gravierend. Und nie so spannend. Die Digitalisierung ist für mich auch eine Chance. Meine journalistischen Grundsätze gelten weiterhin, mein Bauchgefühl bleibt wichtig, aber ich weiß nun, ob es mich nicht trügt. Das sagen mir Datenanalysten. Ich berichte also über das, was Menschen wirklich bewegt.
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Stefan Diebäcker

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