Dorstener Kriegskinder erzählten ihre Geschichten

Im Alten Rathaus

DORSTEN „Was geht es uns schlecht!“ Gerade in Krisenzeiten jammern wir gern und ausgiebig, aber die meisten von uns auf hohem Niveau - beim „Kriegskinder“-Abend im Alten Rathaus wurde am Mittwoch deutlich, was Angst, Not und Entbehrung tatsächlich bedeuten.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 08.10.2009, 08:53 Uhr / Lesedauer: 1 min

Moderatorin Anke Klapsing-Reich ergänzte: „Wir wollen der vergessenen Generation ihre Stimme wieder geben und fragen: Wie haben Dorstener als Kinder des Krieges diese schwere Zeit erlebt?“ Schon in der Artikelserie der „Dorstener Zeitung“ waren zuvor authentische Berichte über bewegende Schicksale erschienen. Durch das direkte Gespräch mit den Zeitzeugen, mit Fotodokumenten unterlegt, wurde nun die Vergangenheit erst recht lebendig.

Es wurde nachvollziehbar, wie für Kinder das „Spektakel“ der Luftschlachten und das Scheinwerfer-Schauspiel am Himmel vom spannenden Abenteuer zum blutigen Ernst umschlug, wenn die ersten Toten in der Nachbarschaft und der Familie zu beklagen waren: „Dann lacht man nicht mehr, wenn man ein Flugzeug sieht“, erklärte Hans Eckrath. Auch die Bombennacht vom 22. März, als Dorsten in Schutt und Asche gelegt wurde, hat in den Köpfen nachhaltige Spuren hinterlassen. Dr. Godehard Lindgens: „Bis auf den heutigen Tag habe ich keinen Spaß mehr am Feuerwerk.“

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