Dorstener rammt dem Kontrahenten Messer in den Rücken

Gefängnisstrafe

DORSTEN Ein 36-jähriger Angeklagter wurde am Donnerstag vom Dorstener Schöffengericht zu einer empfindlichen Strafe verurteilt: Er muss für 18 Monate ins Gefängnis, dazu wird seine DNA gespeichert.

von Von Michael Klein

, 22.10.2009, 15:28 Uhr / Lesedauer: 1 min

In das Geplänkel der beiden mischte sich bald der 34-jährige Bekannte des 21-jährigen arbeitslosen Dorsteners ein. „Er sieht mich als kleinen Bruder an und wollte mir beistehen“, erklärte der junge Mann. Sehr schnell verlagerte sich das Wortgefecht auf die beiden Älteren und führte dazu, dass sich beide für den Nachmittag auf dem Zechenparkplatz verabredeten – um den Disput „unter Männern, aber ohne Waffen“ zu regeln. Doch dazu kam es dann nicht mehr. Wenige Minuten nach dem Streit sprang der 36-Jährige seinen Kontrahenten von hinten mit einem geöffneten Klappmesser an, umschlang ihn – und sah dann „fassungslos und voller Panik“, wie auch die Augenzeugen der Gegenseite bestätigten, was er angerichtet hatte: Das Opfer rutschte zu Boden, getroffen von der Klinge des Messers, die sich durch die Winterjacke und den Pullover hindurch zwei Zentimeter tief in den Brustbereich gebohrt hatte. „

„Ich wollte ihn doch nur erschrecken“, erklärte der Angeklagte. Er half sogar noch mit, die Wunde zu stillen und begleitete seinen Kontrahenten mit ins Krankenhaus. „Sie haben aber in Kauf genommen, dass er sich womöglich tödlich verletzen würde“, hielt ihm Amtsrichterin Regine Heinz vor. „Und bei einem Angriff von hinten mit einer solchen Waffe muss man ins Gefängnis, dazu gehört viel kriminelle Energie.“

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