Dorstener schätzen breites Kulturangebot und nutzen es auch

mlzOnline-Umfrage

Das kulturelle Angebot der Stadt Dorsten wird bei unserer Online-Umfrage insgesamt positiv bewertet. Sabine Fischer von der Stadtagentur sieht aber auch noch Raum für Verbesserungen.

Dorsten

, 21.08.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jeder vierte Teilnehmer unserer Online-Umfrage hat das städtische Kulturangebot in den vergangenen zwölf Monaten nicht ein einziges Mal genutzt. „Umgekehrt heißt das, dass drei von vier Dorstenerinnen und Dorstenern sich für Kabarett, Theater, Konzerte und Ausstellungen interessieren und auch Kulturveranstaltungen besucht haben“, sagt Sabine Fischer.

Die Leiterin der Stadtagentur freut es freilich, wenn das städtische Kulturangebot auch angenommen wird. Unsere Online-Umfrage mit knapp 700 Teilnehmern ist zwar nicht repräsentativ für Dorsten, gibt aber ein gutes Stimmungsbild.

60 Prozent der Umfrage-Teilnehmer gaben an, ein- bis fünfmal in den zurückliegenden Monaten das städtische Kulturangebot genutzt zu haben, 15 Prozent besuchten im selben Zeitraum zwischen 6 und mehr als 15 Veranstaltungen.

Die Mehrheit der Umfrage-Teilnehmer empfindet das städtische Kulturangebot als „gerade richtig“ (40%), für 32% könnte es sogar noch etwas mehr sein, 14 Prozent sagen klar: zu wenig!

„Vielleicht fehlen hier noch ausreichend Informationen zum Angebot“, sagt Sabine Fischer. Das bestärke sie in ihrer Arbeit, einen stadtweiten Veranstaltungskalender mit allen Angeboten zu führen, „damit diese auch für alle sichtbar und zugänglich werden“. In der Stadtagentur wird derzeit an einer aktualisierten Bestandsaufnahme der kulturellen Angebote in Dorsten gearbeitet.

Breites Kulturangebot neben städtischen Veranstaltungen

Blickt man über das städtische Angebot hinaus, bietet sich kulturell Interessierten ein noch mal deutlich breiteres Angebot: Creativ-Quartier, Baumhaus, Rockforum, Oude Marie am Kanal, Trägerverein Altes Rathaus, Förderverein der Gnadenkirche oder Kulturkreis St. Marien, um nur ein paar zu nennen. Sabine Fischer zählt auch VHS, Stadtbibliothek, Jugendhäuser und kirchliche Bildungsstätten zum Kulturangebot.

Dorsten sei mit einer reichen Kulturszene gesegnet, die ebenso bürgerschaftlich wie kommerziell getragen werde, sagt Fischer. „Kaum eine Stadt dieser Größenordnung hat so viele Chöre und Orchester, Theatergruppen und Kunstvereine, die das kulturelle Leben in unserer Stadt reicher machen.“

Termin-Kollisionen lassen sich da kaum vermeiden. In der Vorweihnachtszeit 2019 beispielsweise gab es an nur einem Wochenende allein sieben Chor-Konzerte in Dorsten. Die Chöre konkurrierten ums Publikum und anschließend wurden Rufe nach einer zentralen Koordinierungsstelle laut, um Termin-Doppelungen zu vermeiden. So etwas sei angesichts der lebendigen Vereinslandschaft in der Stadt aber unmöglich, hieß es damals von der Verwaltung.

Die Stadtverwaltung erhält von der Dorstener Zeitung die Möglichkeit, zu den Umfrage-Ergebnissen Stellung zu nehmen. Die Erklärungen können oft nur zusammengefasst veröffentlicht werden. Vollständig nachzulesen sind sie auf der Website der Stadt: www.dorsten.de
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