Dorstener schlägt im Regionalexpress mit Flasche auf den Lokführer ein

Polizeieinsatz

Zuerst schlug er dem Lokführer eine Flasche gegen den Hals, dann flüchtete ein Dorstener über die Gleise: Die Bundespolizei hatte mit einem spektakulären Fall zu tun.

Dorsten

, 17.04.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Zug im Hauptbahnhof in Essen (Symbolbild)

Ein Zug im Hauptbahnhof in Essen (Symbolbild) © picture alliance / dpa

Eine Auseinandersetzung in einem am Bahnsteig stehenden Regionalexpress hat am Mittwoch die Bundespolizei beschäftigt. Als die Einsatzkräfte an der Örtlichkeit am Essener Hauptbahnhof eintrafen, befanden sich noch mehrere Zeugen und auch der Tatverdächtige - ein 24-jähriger Dorstener - am Zug. Der Lokführer schilderte den Polizisten, dass sich der Dorstener in eine aufgrund der aktuellen Infektionsgefahr gesperrten Sitzreihe niedergelassen hätte.

Freche Antwort gegeben

Der Lokführer habe den 24-Jährigen gebeten, den Bereich zu verlassen. Doch der antwortete nur, dass ihm der Lokführer nichts zu sagen hätte - und schlug diesem mit einer Flasche gegen den Hals.

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Als die Polizisten diesen Sachverhalt aufnahmen, flüchtete der Dorstener. Er lief quer über die Gleise, ohne nach Zügen zu schauen. Dann übersprang er eine Mauer und konnte später durch Einsatzkräfte im Bereich einer Baustelle gestellt werden. Der 24-Jährige wurde gefesselt und zur Wache gebracht. Dabei leistete er weiteren Widerstand, beleidigte und bedrohte die Bundespolizisten.

„Falsch und dumm“

Wie die Bundespolizei mitteilt, zeigte sich der Dorstener später einsichtiger - sein Verhalten sei „falsch und dumm“ gewesen wäre. Gegen ihn wurden ein Strafverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, gefährliche Körperverletzung, Beleidigung und Bedrohung eingeleitet.

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