Der bunte Dorstener Markplatz am Mittwochabend © Johannes Götte
Regenbogenfarben

Dorstener setzen bunte Zeichen für Toleranz

Vielen war es am Mittwoch ein Bedürfnis, ein Zeichen für Toleranz und Diversität zu setzen. Auch in Dorsten leuchteten die Regenbogenfarben.

Viele Menschen haben am Mittwoch ein buntes Zeichen gesetzt. Regenbogenfarben als Symbol für Toleranz und gegen Diskriminierung von Homosexuellen waren allgegenwärtig, nachdem die UEFA eine bunte Beleuchtung des Münchener Stadions untersagt hatte, in dem Deutschland sein letztes EM-Vorrundenspiel gegen Ungarn bestritt.

Der europäische Fußballverband sah in der geplanten Aktion eine gezielte Politisierung. Hintergrund ist ein neues ungarisches Gesetz, das die Informationsfreiheit über Homo- und Transsexualität für Jugendliche einschränkt.

Altes Rathaus leuchtet bunt

Auch das Alte Rathaus auf dem Dorstener Marktplatz strahlte bunt. Zusammen mit den kürzlich in der Fußgängerzone aufgehängten bunten Schirmen ergab sich ein tolles Farbspiel.

Bürgermeister Tobias Stockhoff postete Bilder vom bunten Marktplatz im Netz und schrieb dazu: „Dorsten steht für Menschenwürde, Demokratie und Respekt. Heute erstrahlen das Alte Rathaus und der Marktplatz in Vielfalt und in den Europafarben.“

Die bunt angestrahlte Praxis für Logopädie von Laura Klein in Holsterhausen am Mittwochabend. © Guido Bludau © Guido Bludau

Laura Klein beteiligte sich ebenfalls. Die Praxis der Logopädin in Holsterhausen erstrahlte am Mittwochabend in Regenbogenfarben. Als Protest gegen das Verbot der UEFA wollte sie die Aktion nicht verstanden wissen: „Das war keine Auflehnung, ich hätte das auch ohne das Verbot der UEFA gemacht.“ Sie habe ein Zeichen gegen Intoleranz setzen und ausdrücken wollen, „dass jedem Menschen das gleiche Recht zusteht, seine Persönlichkeit auszuleben, solange er dadurch anderen keinen Schaden zufügt.“

Über den Autor
Redakteur
Einst aus Sachsen nach Westfalen rübergemacht. Dort in Münster und Bielefeld studiert und nebenbei als Sport- und Gerichtsreporter gearbeitet. Jetzt im Ruhrpott gelandet. Seit 2016 bei Lensing Media.
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Robert Wojtasik

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