Ein leeres Supermarktregal zu Beginn der Corona-Pandemie: Führt der Wintereinbruch jetzt wieder zu Versorgungsengpässen? (Symbolbild) © picture alliance/dpa
Wintereinbruch

Dorstener Supermärkte: Wie steht es um die Grundversorgung?

Gut gefüllte Supermarktregale sind wir alle gewohnt. Doch im Schneechaos sind Lastwagen mit Nachschub liegengeblieben. Wie steht’s ums Frühstück, das Mittagessen oder das Abendbrot?

Am Montag ging in weiten Teilen Deutschlands nichts mehr auf schnee- und eisglatten Straßen. Lastwagen durften zeitweise nicht mehr auf Autobahnen fahren oder blieben liegen. Und mit ihnen die Lieferungen auch für Supermärkte in Dorsten.

Rewe Kornhof an der Händelstraße in der Feldmarkt konnte Entwarnung geben: „Zwar haben wir die Montagslieferung am Montag nicht bekommen. Aber am Dienstag lief alles schon wieder wie gewohnt.“ Die übliche Montagslieferung sei witterungsbedingt einen Tag später gekommen.

Kunden müssten sich nicht darum sorgen, dass ihnen zu allen Nachteilen des Corona-Lockdowns jetzt auch noch Versorgungsengpässe mit Lebensmitteln ins Haus schneien: „Unsere Regale sind voll“, hieß es aus dem Rewe-Markt an der Händelstraße.

Auch Ralf Honsel berichtet von „Problemen bei verschiedenen Lieferanten“ in seinen Edeka-Märkten am Montag. Die meisten Kunden dürften davon aber nicht viel mitbekommen haben. Über viele kleine Lieferanten, die Ware per Sprinter lieferten, konnten Engpässe bei Obst, Fleisch, Wurst, Käse und Fisch ausgeglichen werden. Dadurch sei es am Montag „zu fast keinen Fehlartikeln gekommen“.

Im Trockensortiment könne man auch ein paar Tage aus dem Bestand leben, so Honsel. „Auch wenn es am Freitag und Samstag offensichtlich aufgrund der Wettervorhersage zu einem sehr starken Kundenandrang gekommen ist und Einzelartikel aufgrund von Bevorratung unserer Kunden schon fehlen konnten.“ Am Dienstag habe man in allen Läden wieder große Mengen Ware erhalten, die eigentlich schon am Vortag hätten kommen sollen.

Aldi Nord: „Wetterlage stellt uns vor Herausforderungen“

In der Firmenzentrale von Aldi Nord versucht man, einen gelassenen Umgang mit möglichen Ausfällen zu pflegen und Lösungen zu finden. Pressesprecher Christian Salmen sagt: „Die aktuelle Wetterlage stellt uns derzeit in einigen Regionen unseres Vertriebsgebietes vor Herausforderungen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Logistik, den Märkten und auch in der Verwaltung arbeiten jedoch äußerst engagiert daran, die Auswirkungen für unsere Kundinnen und Kunden so gering wie möglich zu halten.“

Zwar seien durch die angespannte Situation auf den Straßen „kurzfristig Lieferungen verschoben oder umdisponiert worden. Die Versorgungssicherheit in unseren Märkten insgesamt ist aber gewährleistet“, so Salmen weiter. Aldi stehe mit Lieferanten und Logistikpartnern in engem Austausch, „um unsere Kunden möglichst wie gewohnt mit allem zu versorgen, was sie für ihren täglichen Einkauf benötigen“.

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Seit 20 Jahren als Lokalredakteurin in Dorsten tätig. Immer ein offenes Ohr für die Menschen in dieser Stadt, die nicht meine Geburtsstadt ist. Das ist Essen. Ehefrau, dreifache Mutter, zweifache Oma. Konfliktfähig und meinungsfreudig. Wichtige Kriterien für meine Arbeit als Lokalreporterin. Das kommt nicht immer gut an. Muss es auch nicht. Die Leser und ihre Anliegen sind mir wichtig.
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Einst aus Sachsen nach Westfalen rübergemacht. Dort in Münster und Bielefeld studiert und nebenbei als Sport- und Gerichtsreporter gearbeitet. Jetzt im Ruhrpott gelandet. Seit 2016 bei Lensing Media.
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