Dorstener verbreitet als Schakal Angst und Schrecken

Movie Park

Patrick Jansen (21) hat eine schwere Last zu tragen: 2,5 Kilo wiegt der Metallkäfig, in dem sein Kopf steckt. Seine Zähne sind schwarz zerfressen, sein hellblaues Hemd zerrissen und von Blut getränkt. Keine Frage: So stellt man sich ein Monster vor.

DORSTEN

von Von Maren Volkmann

, 14.10.2011, 12:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Patrick Jansen aus Dorsten spielt den Schakal aus "13 Geister".

Patrick Jansen aus Dorsten spielt den Schakal aus "13 Geister".

Zum fünften Mal macht der 21-Jährige in diesem Jahr als Darsteller beim Halloween Horror Fest im Movie Park in Bottrop-Kirchhellen mit. Seine Figur: der Schakal. Seitdem Patrick Jansen den Horror-Streifen „13 Geister“ gesehen, stand für ihn fest, dass er die Film-Figur des Schakals verkörpern möchte. Der hat einigen Dreck am Stecken: Weil er mehrere Prostituierte zu Tode biss, bekam er einen Metallkäfig um den Kopf verpasst.

Des Halloween Horror Fest findet zum 13. Mal vom 6. Oktober bis zum 5. November im Movie Park Bottrop-Kirchhellen statt. Rund 200 Dämonen, Monster, Zombies und andere höllische Kreaturen sorgen im gesamten Park und in vier Horror-Labyrinthen für den nötigen Grusel-Faktor. Extra für die 17 Veranstaltungstage (immer donnerstags, freitags und samstags) wurden die Monster-Darsteller engagiert. Sie kommen aus dem gesamten Ruhrgebiet, vom Niederrhein oder aus dem Bergischen Land.

Sein Schakal-Outfit hat Patrick Jansen – mit Hilfe seiner Freundin – selbst gebastelt. Auch der Metallkäfig ist in Eigenarbeit entstanden. Bis aus dem sympathischen 21-Jährigen, der eine Ausbildung zum Erzieher macht, der Frauen mordende Schakal wird, dauert es etwa zwei Stunden. Kunstblut, Schminke, Sprühfarbe fürs Haare, weiße Kontaktlinsen – auch ein Monster legt Wert auf Details. Was ihm am Monster-Sein besonders gefällt? „Dass man in eine andere Rolle schlüpft“, sagt Patrick Jansen. „Außerdem macht es Spaß, andere zu erschrecken.“ Das Kuriose: Als Kind war er selbst sehr schreckhaft.

Wenn Patrick Jansen mit seinen rund 200 Monster-Kumpanen durch den Movie Park marschiert, setzt er vor allem auf schrille Effekte. Von hinten atmet er den Besuchern ins Ohr oder schreit sie hysterisch an. Um bei den 17 Veranstaltungstagen nicht die Stimme zu verlieren, muss auch das trainiert werden. „Ich mache zu Hause regelmäßig Sprechübungen, um nicht heiser zu werden“, erzählt er. Und ja, auch den bösen Blick übe er vor dem heimischen Spiegel. Und es funktioniert: „Viele erschrecken sich“, sagt Patrick Jansen und zeigt sein fiesestes Lachen – verfaulte (Kunst-)Kauleiste inklusive.

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