Dorstener Vorzeigemagier bezauberte sein Publikum

Show-Premiere gelungen

DORSTEN Wundersame Magie und fantastische Zauberei, Illusion und Täuschung – keiner beherrscht das so perfekt wie Matthias Rauch. Am Freitagabend war der Dorstener Paradezauberer endlich wieder zu Gast im GHW, wo er mit seinem Soloprogramm „Neues aus der Rauchzone“ Premiere feierte.

von Von Anne Wecking

, 24.10.2009, 16:17 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nur eine Illusion und doch beeindruckend - der Holzstab verschwindet im Spiegel.

Nur eine Illusion und doch beeindruckend - der Holzstab verschwindet im Spiegel.

Während Nebelschwaden über die Bühne waberten, verzauberte Rauch einen Spiegel, ebenso wie er Blumen aus einem völlig leeren Karton hervorzog und Spielkarten auf wundersame Weise verschwinden ließ. Seine Mischung aus altbewährten Tricks und völlig neuen Programmpunkten gab der Show eine erfrischende Art von Lebendigkeit.

So zeigte sich, dass Klassiker wie der verzauberte, schwebende Ikea-Tisch „Sören“ oder die Verwandlung von Papierschnipseln in einen blauen Hut das Publikum immer noch zu begeistern wussten. Ingrid Michalski hat das am eigenen Leib erfahren. Sie durfte zusammen mit Matthias Rauch zaubern: „Man kann wirklich nichts sehen. Ich weiß nicht, wie er es geschafft hat, aus Schnipseln einen Hut zu erstellen. Das ist beeindruckend“, sagte sie überrascht. Doch es waren vor allem auch die Neuheiten des Programms, die nach ihres Gleichen suchten. Besonders eindrucksvoll gestaltete Rauch die Szene zu seiner Sandkastenliebe aus Italien. Mit teils melancholischen Anklängen erzauberte er aus einem blauen Eimer Blumen, Obst und Limonade mit der Absicht, ein Picknick für die Angebetete herzurichten. Doch vergebens, die alte Liebe tauchte nicht wieder auf und so musste das Publikum für alle weiteren Zaubereien herhalten. Unterlegt mit ausgefeilter Gestik und teils urkomischer Mimik hatte Rauch die Lacher auf seiner Seite.

Egal, ob als alter Magier oder als Gedankenleser, das Zucken seiner Mundwinkel und die verschiedenen Stimmlagen ergänzte die vom Förderverein des GHW initiierte Show nur zu perfekt. „Matthias Rauch ist schon cool drauf“, das stand für Florian Bähr fest. Der Zwölfjährige war ebenso beeindruckt wie seine Freunde Nils und Kolja, auch wenn er verriet, dass er schon weiß, was es mit dem einen oder anderen Zaubertrick auf sich hat. Was jedoch kein Wunder ist, wenn man beim „Meister“ höchst persönlich lernt. Jedoch verraten werden darf letztendlich nichts, denn nur so kann das Spiel aus Illusion und Täuschung in eine Welt voller Magie entführen und wie bei der Premiere von „Neues aus der Rauchzone“ zum vollen Erfolg werden.

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