Dorstener will der beste Weihnachtsmann werden

Bundesweiter Wettbewerb

DORSTEN Der Dorstener Michael Martin wird am kommenden Samstag (28.) beim Wettkampf um den besten deutschen Weihnachtsmann im niedersächsischen Celle wieder für Nordrhein-Westfalen ins Rennen gehen.

von ddp

, 24.11.2009, 16:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
Michael Martin legt Wert auf perfektes Aussehen. Billigkostüme will der "einzig wahre Weihnachtsmann aus Dorsten" beim Wettkampf nicht sehen. Der findet aber nicht in seiner Heimatstadt statt.

Michael Martin legt Wert auf perfektes Aussehen. Billigkostüme will der "einzig wahre Weihnachtsmann aus Dorsten" beim Wettkampf nicht sehen. Der findet aber nicht in seiner Heimatstadt statt.

Und eine von acht Disziplinen ist nun einmal das Verfassen eines Gedichtes. Michael Martin (Foto) hat bereits dreimal an dem weihnachtlichen Wettstreit der Länder mitgemacht. Nun möchte er an die Spitze. „Ich will einmal ganz oben auf dem Treppchen stehen“, sagt er. Zwei sechste und ein achter Platz haben ihn nicht mutlos gemacht. Im Gegenteil: „Ich bin der einzig wahre Weihnachtsmann“, sagt er ohne falsche Bescheidenheit. Eine Behauptung, die auf jeden Fall für Dorsten gilt. Das hat ihm der Bürgermeister der Stadt bereits schriftlich bestätigt. „Man muss selbstbewusst sein“, findet der 44-Jährige, der im Hauptberuf Spediteur ist.

„Man muss an das glauben, was man vermitteln möchte.“ Die meisten der in Celle geforderten Disziplinen machen ihm keine Sorgen. Wie das Trösten von weinenden und völlig überdrehten Kindern. „Das kann ich“, sagt er. Da setzt er ganz auf seine ruhige, besonnene Art. Obwohl er sich an einen Konkurrenten erinnert, der einfach nur „Klappe halten!“ gerufen und damit den Titel gewonnen hat. Kritisch sieht der 44-Jährige das Slalomfahren auf dem mit Geschenken voll gepackten Rodelschlitten. „Auf künstlichem Schnee geht es steil einen Berg hinab. Das ist ganz schön gefährlich. Und die Geschenke darf man auch nicht verlieren.“ Beim Rentierrodeo hätte er viel lieber wieder mitgemacht. Aber das haben die Organisatoren diesmal gestrichen.

„So richtig vorbereiten kann man sich auf die Meisterschaft nicht“, betont Martin. Natürlich helfe ihm die Muskelkraft, die er als Spediteur beim Schleppen von Kühlschränken und Waschmaschinen aufgebaut hat. „Aber wie will man üben, in zehn Minuten einen Paar- oder Kreuzreim aus zehn Schlüsselwörtern zu bilden?“, fällt ihm wieder seine Angstdisziplin „Gedicht“ ein. Sollte er bei dem Wettbewerb siegen, würde er die zu gewinnende Reise am liebsten nach New York machen. Am berühmten Rockefeller Center, wo jedes Jahr der Riesen-Weihnachtsbaum steht, möchte er sich unter die vielen anderen Weihnachtsmänner mischen und den Menschen „Frohe Weihnachten!“ zurufen.

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